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Presseaussendungen

Mittwoch, 22. Juni 2022

Prodinger im Tourismusausschuss des Nationalrats: Aktuelle Vorschläge zur Absicherung von Tourismusbetrieben

Wien (OTS) - Die zurückgewonnene Reisefreiheit und das Aufholpotential haben eine Erholung im Tourismus bewirkt und die Konjunktur und damit die heimische Leistungsbilanz gestützt. Die Wirren des aktuellen Weltgeschehens lassen allerdings unsichere Zeiten befürchten.

Viele Tourismusbetriebe haben in der Corona-Krise und mit dem Krieg in der Ukraine ihre Sicherheit in Planung und Betriebsführung verloren. Und derzeit ist nicht abzusehen, wann die Betriebe diese zurückerlangen können.

Nach dem holprigen Winter-Saisonstart konnte sich die Branche im Februar und März 2022 langsam erholen. Die positive Entwicklung wurde allerdings durch den Krieg in der Ukraine gedämpft. Seit März spürt die Branche den Rohstoff-Preisschock, Angebotsengpässe, Energiepreissteigerungen und Mitarbeiterknappheit.

Daher gilt es, die finanzielle Situation der Unternehmen durch Stärkung der Eigenkapitalbasis rasch zu verbessern. Dies ist einer der zentralen Vorschläge zur Absicherung von Tourismusbetrieben, die Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung, Mittwoch Nachmittag anhand eines von Prodinger erarbeiteten Thesenpapiers dem Tourismusausschuss des Nationalrates präsentierte.

„Eigenkapital-Stärkung“, das Gebot der Stunde!

Viel Eigenkapital wurde in den letzten zwei Jahren verbrannt. Und dies in einer Branche mit von Haus aus schwachem Eigenkapital (13,7 % in der Hochkonjunktur!). 2021 hat die Eigenkaptalquote bei kleinen bis mittleren Betrieben nach Beobachtungen der Prodinger Beratungsgruppe weiter abgenommen. Bei mittleren bis großen Betrieben war die Quote sogar noch stärker rückläufig. Eine niedrige Eigenkapitalquote, gepaart mit einem hohen Fixkostenanteil bei gleichzeitig hoher Investitionsintensität und steigenden Betriebskosten, senkt die Krisenfestigkeit! Bei vielen Betrieben müsste eigentlich schon das Reorganisationsverfahren (URG-Gesetz) greifen (Eigenkapital unter 8 %).

„Die Eigenkapitalquoten der österreichischen Unternehmen werden sich in den nächsten Monaten daher nicht verbessern. Das Bilanzbild wurde oftmals so negativ verändert, dass eine strukturell sinnvolle Betriebsnachfolge nicht mehr möglich erscheint. Deshalb wäre eine Stärkung gerade jetzt ein Überlebenselixier“, betonte Reisenzahn in seinem Vortrag. Das geringe Eigenkapital ist zum Teil durch niedrige Buchwerte der Hotelliegenschaft bei erheblichen stillen Reserven bedingt. „Aufgrund der Tatsache, dass in den Bilanzen Buchwerte dargestellt werden, entspricht die Darstellung oft nicht den tatsächlichen Verhältnissen. Ganz besonders nicht, wenn die Betriebe bzw. der Besitz schon lange in Familienhand sind“, ergänzte Reisenzahn.

Aufwertung auf den Verkehrswert

Eine Aufwertungsoption auf den Verkehrswert der Liegenschaften sollte unbedingt eingeführt werden. Damit ließen sich richtigere Werte in den Jahresabschlüssen darstellen. Hier schlägt Prodinger eine befristete Übergangsregelung bis 31.12.2023 vor, wonach das Vermögen mit dem Viertel-Steuersatz begünstigt aufgewertet werden kann und die Bilanzen das echte Eigenkapital aufweisen. Dies würde die Bonität stärken und langfristig die Abschreibungsbasis erhöhen!

Betriebsübergaben

Für die vielen anstehenden Betriebsübergaben wäre eine solche Aufwertungsoption eine wesentliche Erleichterung. Ähnlich dem Abschmelzmodell der deutschen Erbschaftsteuer sollte die Steuerbelastung aus der Aufwertung überhaupt wegfallen, wenn der Betrieb zumindest 7 Jahre vom Nachfolger fortgeführt wird.

Praktikable Beispiele aus dem Ausland, Vorteile für die Mitbewerber

Eine Aufwertungsmöglichkeit des Anlagevermögens (materielles, immaterielles AV, Beteiligungen) gibt es in mehreren Ländern. Insbesondere in Italien konnte durch eine solche Möglichkeit die Hotellerie in Südtirol gestärkt werden. Für die italienischen Hotels ist eine Aufwertung möglich und für die steuerliche Anerkennung ist sogar keine Ersatzsteuer zu leisten. Erhöhte Abschreibungen können bereits im Jahr der Aufwertung steuerlich geltend gemacht werden.

Betriebliche Exit-Szenarien steuerlich ermöglichen

Eine Betriebsaufgabe ist oft mit hohen steuerlichen Belastungen verbunden (Versteuerung stiller Reserven etc.), sodass Betriebe am Ende ihres Lebenszyklus nicht mehr marktfähig sind und noch jahrelang fortgeführt werden. Diese Betriebe unterbieten gesunde Hotels preislich massiv und beeinträchtigen somit die ganze Destination negativ. Der Prodinger-Vorschlag sieht eine befristete Regelung vor, die zur notwendigen Strukturbereinigung eine steuerfreie Betriebsaufgabe bis 31.12.2023 ermöglicht. Dies stärkt die lebensfähigen Betriebe und verhindert Insolvenzen. Ab 1.1.2024 soll die Betriebsaufgabe mit einem Viertel-Steuersatz belastet sein (derzeit ist lediglich bei Steuerpflichtigen über 60 Jahren und kompletter Einstellung der Erwerbstätigkeit der halbe Einkommensteuersatz möglich).

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
t.reisenzahn@prodinger.at

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Montag, 23. Mai 2022

„Prodinger Summit“ und das große Interesse an alpinen Ferienhotels

Wien (OTS) - Auf enormes Branchen-Interesse stieß der am 19. Mai in Kitzbühel abgehaltene „Prodinger Summit“ über neueste Entwicklungen in der alpinen Ferienhotellerie. 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zu dem touristischen Immobilien-Gipfeltreffen eingefunden. Referate, Diskussionen und Publikumsfragen standen auf hohem Niveau. Generell bemerkenswert ist das große Investoren-Interesse. Wobei sich zeigt, dass individuelle Hotelbetreiber den Bereich wesentlich offensiver ins Auge fassen als institutionelle Großinvestoren.

Noch besteht der alpine Hotel-Markt zu 71 Prozent aus familiengeführten unabhängigen Hotels. Tendenziell fassen jedoch immer mehr Marken internationaler Hotelkonzerne (etwa Dorint, Arcona und Kempinski) sowie nationale Hotelgesellschaften (wie AlpenParks, Alps Residenz, Vaya) in Österreichs Bergwelt Fuß. Viele Player im Alpenraum meldeten sich beim ganztägigen Summit mit interessanten Aussagen zu Wort. So meinte Alexander Winter, arcona Hotels & Resorts, der mit dem Verkauf des Portfolios an Vienna House 2019 konkret zur „Stadtflucht“ angesetzt hatte, es sei „sinnlos, Konzepte, die in der Stadt funktionieren, einfach über Ferienhotels zu stülpen.“ Yannick Wagner führt Accors breiten „Markenstrauß“ ins Treffen: „Ein Jo&Joe kann ich mir als Berghotel durchaus vorstellen, ein Novotel weniger“. Für die neu aufgestellte Dorint (DHI)-Gruppe stellt Kitzbühel den Startpunkt dar. „Damit wird die Marke im Leisure-Segment wieder zum Thema. Entscheidend war für uns, ein Produkt zu schaffen, das ganzjährig optimal funktioniert. Schon allein um den Mitarbeiter-Markt im Griff zu haben“. Jörg Böckeler sprach damit ein Thema an, das alle Vertreter der internationalen Ketten beschäftigt. Denn ganzjährig Gäste zu empfangen hat für Neueinsteiger in den alpinen Markt oberste Priorität.

Manfred Schekulin, Steuerberater aus dem Hause Prodinger, präsentierte Benchmarks von 16 österreichischen Tophotels, deren GOP im Schnitt bei 28 Prozent vom Umsatz liegt und die pro Zimmer 1,3 Mitarbeiter beschäftigen. Relativ gering ist die Schwankungsbreite bei den Kosten pro Mitarbeiter (im Schnitt 37.000 Euro), beachtlich der Umsatz pro Zimmer, der bei Stanglwirt und Stock-Resort über 200.000 Euro im Jahr erreicht. „Im Schnitt liegt die AfA bei einem Viertel der Investitionen. Es wird also wesentlich mehr investiert als abgeschrieben“, zeigte Schekulin die enorme Qualitätsbereitschaft auf.

Investoren haben während Corona viel Geld eingesammelt. Das mag eine Ursache dafür sein, dass Investorenmodelle wie Buy-2-let bei zahlreichen Projekten der jüngsten Vergangenheit genutzt werden. Rund um diese Thematik entbrannte die erwartet heiße Diskussion. Die erfolgreichen Platzhirsche dieses Segments, Gerhard Brix, Alps Resort, und Stefan Rohrmoser, AlpenParks, konnten das Funktionieren des Modells über Jahrzehnte belegen. Gerade wenn Infrastrukturen, wie Restaurant und Rezeption, im Besitz des Entwicklers verbleiben, sei der Hotelbetrieb langfristig garantiert.

Wie mehrere Diskussionen und Vorträge deutlich machten, ist die Finanzierung kein Problem, wenn sich engagierte Hoteliers mit neuartigen Konzepten exakt am Trend der Zeit orientieren. Architektur und Design spielen dabei eine dominierende Rolle. Wie das Beispiel Bad Gastein zeigt, können Emotionen und neue Finanziers der heimischen Hotellerie entscheidende Impulse verleihen. Abschließend wurde nicht unerwähnt gelassen, dass wegen ungesicherter Betriebsnachfolge in den nächsten Jahren hunderte Hotels auf den Markt kommen dürften.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

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Mittwoch, 27. April 2022

Erstaunlicher Run auf die alpinen Ferienhotels

Wien (OTS) - Projektentwickler und Investoren haben die Ferienhotellerie verstärkt ins Auge gefasst. Zumindest 50 Neu- und Umbauprojekte sind aktuell im Alpenraum in der Pipeline. „Das ist die Dimension, die in den vergangenen Monaten allein über unsere Schreibtische gegangen ist. Natürlich gibt es noch viele andere Projekte – und ebenso selbstverständlich werden keineswegs alle realisiert“, weiß Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung.

Familiengeführte Hotels bestimmen noch das Bild

Noch besteht der alpine Hotel-Markt zu 71 Prozent aus familiengeführten unabhängigen Hotels, wobei tendenziell immer mehr Marken internationaler Hotelkonzerne (etwa Dorint und Kempinski) sowie nationale Hotelgesellschaften (wie AlpenParks, Alps Residence, VAYA, PURE Resorts) in Österreichs Bergwelt Fuß fassen. Bemerkenswert ist das Investoren-Interesse auch vor dem Hintergrund betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, die belegen, dass die Ertragsperspektiven für Hotels nach zwei Corona-Jahren alles andere als besser geworden sind. Es stellt sich die Frage: Wächst das Interesse von Projektentwicklern an Ferienhotels nur, da es in der Stadt noch weniger zu verdienen gibt? Das ist einer der Aspekte, die von einer ausgesuchten Schar an Projektentwicklern, Investoren und Betreibern im Rahmen des Prodinger-Summit diskutiert werden wird. Konkret werden Jörg Böckeler (DHI Dorint Hospitality & Innovation), Yannick Wagner (ACCOR), Markus Lück (12.18 Hotel Collection) und Alexander Winter (arcona Hotels & Resorts) analysieren, warum manch etablierte Hotelgruppierung zur „Stadtflucht“ antritt.

Der Unternehmer unternimmt, doch der Gast investiert

Wobei Investoren: Das ist bei vielen der vorliegenden Projekte nicht das Finanzkapital, das dicke Kohle herankarrt. Immer häufiger stellen Projektentwickler, die nach Abschluss der Bauphase teilweise auch als Betreiber agieren, kurzfristig über Banken das Kapital auf. Langfristig gilt: Der Unternehmer unternimmt, aber der Gast investiert. Diesen Buy2let-Modellen wird in Kitzbühel speziell eine eigene Diskussionsrunde gewidmet, bei der mit Alps Resorts-CEO Gerhard Brix und Mag. Stefan Rohrmoser (AlpenParks) führende Exponenten dieses Genres am Tisch sitzen. Weil diese Finanzierungsform oft zu Unrecht mit der Schaffung verpönter Freizeitwohnsitze gleichgesetzt wird, wird es am Podium mit Rechtsanwalt Dr. Harald Vill und dem Tiroler Raumplaner DI Andreas Falch durchaus konfrontativ zur Sache gehen.

Neue, hochqualitative Einheiten in die Bergwelt zu stellen ist eine Sache. Doch egal ob von Privathoteliers, Kettenbetrieben, ob klassisch von der Bank oder alternativ über Buy2let finanziert, die Objekte dürfen nicht am Markt vorbei errichtet werden. Deshalb werden [am touristischen Immobilien-Branchentreff in Kitzbühel] (https://bit.ly/3wzmRJG) auch die Gästetrends von hervorragenden Referenten und Diskutanten in Augenschein genommen. Die Präsentation einer Integral-Studie wird den gesellschaftlichen Background abbilden, dazu gewähren Hotels mit innovativen Ansätzen – vom tiny house bis zum Baumhotel - Einblick in ihre Best Practices. Wobei zusätzlich die Architekten DI Ike Ikrath (Bad Gastein) und Arch. Mag.arch. Erich Bernard (BWM) am 19. Mai ihre Sicht auf zukunftsorientierte Berghotels offenlegen.

Innovatives Hotel und Destination im Wechselspiel

Oft schafft es ein einzelnes Hotel selbst zur Destination zu werden, doch nur selten (er)schafft eine Destinationsstrategie ein Hotel. Im Gegenteil: Häufig agieren von etablierten Hoteliers geführte Gemeinden und Verbände gegen potenzielle Mitbewerber, obwohl diese in aufwändig erarbeitete Tourismusstrategien durchaus passen würden. Aus beiden Ebenen werden am Prodinger-Summit in Kitzbühel dazu Schilderungen kommen, unter anderem von Florian Werner, dessen Hospiz am Arlberg aktuell in Partnerschaft mit der Soravia-Gruppe neu erfunden wird.

Folgende Experten und Referenten erwarten Sie am Prodinger-Summit:

  • Arch Mag.arch. Erich Bernard, BWM Architekten
  • Jörg Böckeler, DHI Dorint Hospitality & Innovation
  • Gerhard Brix, Alps Resorts
  • Helene Bugl, Limehome
  • Magnus Busch, GOAR Real Estate Innovation Hub
  • Dipl.-Ing. Andreas Falch, Ingenieurkonsulent für Raumplanung und Raumordnung
  • Landtagsabgeordneter Mag. Mario Gerber, WK Tirol Obmann Tourismus und Freizeitwirtschaft
  • Silvia Gschösser & Markus Rist, Hotel Mari Pop
  • Marco Höglinger, Awayo
  • Dipl.-Ing. Ike Ikrath, Architekt und Hotelier, Hotel Miramonte (Bad Gastein)
  • Markus Lück, 12.18. Hotel Collection
  • MMag. Matthias Matzer, Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT)
  • Alexandra Mossakowski, INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung
  • Mag. Stefan Rohrmoser, AlpenParks
  • Johannes Schopf, MSc. (WU), Baumhotel Kopfing
  • Mag. Josef Schwaiger, Hotel SEPP, Familienhotel TaNte FriDa
  • Dr. Harald Vill, Vill Partner Rechtsanwälte
  • Yannick Wagner, ACCOR
  • Alexander Winter, arcona Hotels & Resorts
  • Florian Werner, Das Hospiz am Arlberg

Moderation: Mag. Tarek Leitner, ORF

Zeit und Ort:

Donnerstag, 19. Mai 2022, 10.00 bis 16.45 Uhr Hotel Rasmushof Kitzbühel Hermann Reisch Weg 15 6370 Kitzbühel

Anmeldung unter: [www.prodinger-tourismusberatung.at] (https://bit.ly/3wzmRJG)

19.05. - Der Run auf die alpinen Ferienhotels Entscheider aus der alpinen Hotelimmobilien-Wirtschaft und der Hotellerie treffen einander am 19. Mai in Kitzbühel zum Gipfelgespräch. Thema unter der Moderation von ORF-Anchorman Tarek Leitner ist der unübersehbar gewordene Boom der alpinen Ferienhotellerie. Datum: 19.5.2022, 10:00 - 16:45 Uhr Ort: Hotel Rasmushof Hermann Reisch Weg 15, 6370 Kitzbühel Url: https://bit.ly/3wzmRJG

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

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Mittwoch, 06. April 2022

Preiserhöhungen sind alternativlos

Wien (OTS) - Der enorme Kostendruck stellt die Hotellerie schon lange vor Herausforderungen. Neu hinzu kommt eine durch Lieferengpässe und Rohstoffpreise ständig steigende Inflationsrate. Für den März rechnet die Statistik Austria im Vergleich zum Vorjahresmonat gar mit einer Teuerung von 6,8 Prozent. Diese Steigerungen will der ÖGB auch in den Kollektivvertragsverhandlungen abgegolten wissen.

Zur Stützung der volatilen Konjunktur benötigte man weiterhin ein tiefes Zinsniveau, um die Teuerung zu bremsen hingegen genau das Gegenteil. Mit einem Wort: Der Hotelbranche stecken die Corona-Pandemie und die neuen Unsicherheiten tief in den Knochen.

Preis wichtigster Faktor bei Reiseentscheidung?

Laut aktueller Umfrage der Österreich Werbung ist die Preisentwicklung heuer der relevanteste Faktor in der Urlaubsplanung. Dahinter folgen politische Unsicherheiten (Stichwort Ukraine) und die Corona-Pandemie. Das Bedürfnis nach Reisen sei aber generell hoch und die Menschen sehnten sich nach einer Auszeit in der Natur.

Dass der Preis das Entscheidungskriterium Nummer 1 sei, ist eine neue Erkenntnis. Gerade im touristischen Online-Vertrieb stand lange der gefühlte Wert, also ein durch Hotelbewertungen beeinflusstes Qualitätsbewusstsein, an erster Stelle bei der Reiseentscheidung. „Entscheidend bleibt das Preis- / Leistungsverhältnis. Wir müssen dem Gast weiterhin den Mehrwert emotional kommunizieren und die Preise angemessen hoch halten!“, betont Marco Riederer, Co-Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung.

Wer steigende Kosten nicht in der Preisgestaltung beachtet, schaufelt sich seine eigenen roten Zahlen!

Ein Blick auf die langsam zu Ende gehende Wintersaison 2021/2022 in Salzburg und Tirol macht deutlich, dass zwar die Preise im Vergleich zum Vor-Krisenniveau leicht gestiegen sind, die Auslastung aber hinterherhinkt und die Kosten gewachsen sind. Zusammen ergibt das weiterhin ein deutliches Minus, das sich sowohl im Gesamtumsatz pro zur Verfügung stehendem Zimmer (TRevPAR; Nov-Jan bereits minus 37,0 %) als auch im operativen Betriebsergebnis (GOP) niederschlägt.

Schon in ruhigen Zeiten lassen steigende Mitarbeiterkosten und Inflation die Erträge automatisch von Jahr zu Jahr schrumpfen. Jetzt, nach der Corona-Pandemie und in Zeiten drastisch steigender Energiekosten, wird es für die Betriebe endgültig gefährlich. Die Corona-Krise hat uns vor allem eines gelehrt: das Hauptaugenmerk sollte jetzt mehr denn je auf langfristige Ziele gelegt werden. Schlecht durchdachte kurzfristige Entscheidungen (wie panische Preisreduktionen) können dem Betrieb auf lange Zeit schaden. „Der Preis ist und bleibt die wichtigste Stellschraube im Revenue Management. Mir ist es lieber, die durchschnittliche Auslastung sinkt, als der Preis!“, hält Riederer fest.

Strategische Preisgestaltung

Eines steht fest: Die besten Preise bringen nichts ohne attraktive Sichtbarkeit, und das beste Onlinemarketing bleibt wirkungslos ohne die richtige Preisstrategie. Die größte Herausforderung im Hinblick auf die noch unsichere Sommersaison ist es, die richtige Strategie anzuwenden, um bei wieder stärker werdender Nachfrage das Optimum an Umsatz und Auslastung zu erzielen.

Wer seine Preisgestaltung strategisch angeht, wird daher immer auch Kostenentwicklungen und sich verändernde Preisuntergrenzen berücksichtigen. Er wird diese Daten in seine Zukunftsprognosen, die idealerweise in mehreren Szenarien geplant werden, einfließen lassen: Preissenkungen gehören auf dieser Basis der Vergangenheit an!

„Wer heute seine Preise nicht im Griff hat, der wird sich morgen vielleicht schon keine Gedanken mehr darüber machen müssen!“, bringt es Riederer auf den Punkt.

Prodinger Tourismusberatung
Marco Riederer
m.riederer@prodinger.at

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Freitag, 25. März 2022

Der Prodinger-Summit im Zeichen der alpinen Ferienhotellerie: Wie entwickeln sich die Berghotels?

Wien (OTS) - 2022 blickten Hotelbetreiber in Österreich wieder optimistischer in die Zukunft. Die alpine Ferienhotellerie war im Jänner und Februar durchaus gut gebucht, das Wetter spielte mit und auch für den März sah die Buchungslage gut aus. Der Optimismus für eine langsame Erholung wurde durch den Überfall auf die Ukraine deutlich gedämpft. Die Abwärtsrisiken sind wieder kaum abschätzbar, für die Stadthotellerie sowieso. Fliegen ist wieder komplizierter und teurer geworden, Europa für Reisende aus Übersee „Kriegsgebiet“. Lieferengpässe und Rohstoffpreise treiben die Inflation rasant nach oben. Zur Stützung der volatilen Konjunktur benötigt man weiterhin ein tiefes Zinsniveau, um die Teuerung zu bremsen hingegen genau das Gegenteil. Die Energiekosten explodieren. Mit einem Wort: Der Hotelbranche stecken die Corona-Pandemie und die neuen Unsicherheiten tief in den Knochen.

Chancen und Herausforderungen

So lange der internationale Flugverkehr nicht wieder reibungslos läuft, so lange Kongresse und Messen auf wackeligen Füßen stehen und internationale Gäste die geografische Entfernung Österreichs zur Ukraine als zu gering einstufen, haben die Stadt- und Kongresshotels keine sichere Perspektive. Dafür kann die Ferienhotellerie auf einen wiederum starken Binnen- und Nahbereichstourismus hoffen, was das schon länger bestehende Interesse von Investoren an der Ferienhotellerie weiter anheizt.

Deshalb hat sich die Prodinger Tourismusberatung zum Ziel gesetzt, diese Herausforderung und Chance von allen Seiten zu beleuchten. Sie hat hochkarätige Fachleute und Speaker aus verschiedenen Branchen gewinnen können, nach Kitzbühel zum „[Prodinger Summit] (https://bit.ly/3wzmRJG)“ zu kommen, um mit fachkundigem Publikum die Trends und Herausforderungen in der Ferienhotellerie zu diskutieren: Privat- und Konzernhoteliers, Immobilienexperten, Steuerfachleute, Hotelarchitekten und CEOs internationaler Hotelgruppen. Es geht nicht nur um Finanzierungsmodelle, sondern auch um neue Beherbergungsformen wie Tiny Houses, Glamping, Baumhäuser, Wohnen auf Zeit in Best Ager Residenzen oder Workation. Auch das Thema Aus- und Umbau bestehender Strukturen wird beleuchtet.

Referentenliste

  • Jörg Thomas Böckeler, DHI Dorint Hospitality & Innovation
  • Gerhard Brix, Alps Resorts
  • Magnus Busch, GOAR – Real Estate Innovation Hub
  • Dipl.-Ing. Andreas Falch, Ingenieurkonsulent für Raumplanung und Raumordnung
  • Susanne Friedrich, Deutsche Hospitality
  • Landtagsabgeordneter Mag. Mario Gerber, WK Tirol Obmann Tourismus und Freizeitwirtschaft
  • Marco Höglinger, AWAYO
  • Dipl.-Ing. Ike Ikrath, Architekt und Hotelier
  • Markus Lück, 12.18. Hotel Collection
  • Dir. MMag. Matthias Matzer, Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT)
  • Alexandra Mossakowski, INTEGRAL Markt- und Meinungsforschungsges.m.b.H
  • Mag. Stefan Rohrmoser, Alpenparks
  • Johannes Schopf, Baumhotel Kopfing
  • Mag. Josef Schwaiger, Hotel SEPP, Familienhotel TaNte FriDa
  • Dr. Harald Vill, Vill Partner Rechtsanwälte
  • Alexander Winter, arcona HOTELS & RESORTS
  • Florian Werner, Das Hospiz am Arlberg

uvm.

Moderation: Tarek Leitner, ORF

Zeit und Ort:

Donnerstag, 19. Mai 2022, 10.00 bis 16.45 Uhr Hotel Rasmushof Kitzbühel Hermann Reisch Weg 15 6370 Kitzbühel

Anmeldung unter: [www.prodinger-tourismusberatung.at] (https://bit.ly/3wzmRJG)

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

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Dienstag, 01. März 2022

Die Zukunft der Hotelbuchung

Wien (OTS) - Vor ziemlich genau einem Jahr (am 9. März 2021) hat Google mit der Abschaffung der Gebühren für Hotelbuchungslinks auch kleinsten Hotels die Listung auf google.com/travel ermöglicht. „Bis zu diesem Tage zeigte Google dort nur Preise an, wenn dafür auch bezahlt wurde. Dies nutzte vor allem OTAs und Metasuchmaschinen, die hier vermehrt bereit waren, die Klickpreise und Provisionen zu bezahlen“, hält Marco Riederer von der Prodinger Tourismusberatung fest. Die neuen Möglichkeiten wurden als Kurswechsel des touristischen Geschäftsmodells bei Google angesehen, denn seitdem ist die Listung mit den eigenen Preisen im Grunde für alle Betriebe offen.

Keine 365 Tage später kündigt Google den nächsten Umbruch an. Google wird die Möglichkeit „Book on Google“ für Hotels ab 25. Mai aufgrund der geringen Nutzung einstellen. Die Option wurde 2015 mit dem Ziel eingeführt, die Transaktionen für Hotels und OTAs zu erleichtern. Dies scheint nunmehr überholt und die Buchung selbst wird infolge dessen künftig nur noch (durch eine Schnittstelle) direkt auf der Hotelwebsite oder aber in einer der gelisteten OTAs möglich sein.

„Google dürfte gemerkt haben, dass Gäste weiterhin eher auf den ihren vertrauten Seiten die Buchungen durchführten, seien es nun OTAs oder im besseren Fall die hoteleigenen Websites!“, hält Riederer fest. Dass sich Google nun wieder auf das Kerngeschäft „Suchen und Finden“ konzentriert und die Reservierungs- und Zahlungsinformationen für die Buchung weiterleitet, sei als positives Zeichen für die Branche zu werten!

Weg frei für mehr Direktbuchungen?

Gerade durch die Pandemie hat sich grotesker Weise eine große Chance aufgetan, von der Verunsicherung der Gäste zumindest in Bezug auf den prozentualen Anteil der Direktbuchungen (gemessen an den gesamten Buchungen) zu profitieren und den Anteil eben derer zu erhöhen. Urlaubsfreudige Gäste haben sich noch mehr Zeit genommen, um Informationen über potentielle Urlaubsorte und Hotels im Internet zu suchen. Im Fokus standen dabei neben lockeren Stornobedingungen vor allem die Themen Sicherheit und Hygienemaßnahmen. Gäste verbrachten (und verbringen immer noch) mehr Zeit online und recherchierten mehr als vor der Krise. Wenn diese dann auf der Hotelwebsite landen oder uns bereits kontaktieren, dann eröffnen sich große Chancen, diese auch zur Direktbuchung zu bewegen.

[Bereits im August 2020 hat die Prodinger Tourismusberatung prognostiziert] (https://www.tourismuspresse.at/presseaussendung/TPT_20200805_TPT0003 ), dass die Verunsicherung der Gäste den Hotels eine realistische Chance eröffnet, durch Authentizität und aktive Kommunikation den Buchungsplattformen ein Schnippchen zu schlagen und den Direktbuchungsanteil zu erhöhen.

Direktbuchungen währen der Pandemie im Aufwind

"Schön zu sehen, dass die Prognosen nun auch tatsächlich eingetreten sind, wie in einer aktuellen Studie von ÖHV und FH Westschweiz Wallis bestätigt wird“, fährt Riederer fort. Dies ist auch der durchgängige Tenor, wenn man mit Hoteliers spricht: „Gäste, die buchen, buchen vermehrt direkt!“ Österreich verhält sich in Bezug auf Direktbuchungen ähnlich wie die Schweiz. In beiden Ländern konnte während der Pandemie eine Trendumkehr hin zu mehr Direktbuchungen und weniger OTA-Buchungen beobachtet werden Vergleich zur Situation vor der Pandemie.

Einen wichtigen Anteil bei Direktbuchungen nehmen die Stammgäste ein. Rund 30% der Stammgäste buchen zu 100% direkt und nur ca. 10% der Stammgäste nutzen fast ausschließlich OTAs für die Buchung.

Der Weg zur Direktbuchung

Hoteliers sollten die Gelegenheit nutzen, um Ihre Vertriebs- und Preisstrategie zu überprüfen. Denn wenn der Mehrwert der Direktbuchung nicht klar ersichtlich ist, dann bleibt die Verlockung der OTAs sehr stark. Die Prodinger Tourismusberatung analysiert die bestehende Preis- und Vertriebsstrategie von Hotelbetrieben und erarbeitet gemeinsam mit dem Betrieb eine zukunftsfitte Strategie mit klaren Handlungsaufforderungen.

Unter einer Direktbuchung versteht man die Buchung eines Hotelaufenthaltes über die hoteleigenen, direkten Kanäle. Dass Direktbuchungen in der Regel sowohl Vorteile für Gäste als – vor allem – auch für die Gastgeber haben, liegt auf der Hand. Hoteliers stehen ständig vor der Herausforderung, wie sie für den eigenen Betrieb mehr Direktbuchungen und bessere Preise erzielen können.

Prodinger Tourismusberatung
Marco Riederer
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m.riederer@prodinger.at

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Donnerstag, 30. Dezember 2021

Tourismus-Ausblick 2022: Die wichtigsten Entwicklungen des kommenden Jahres

Wien (OTS) - Einen nüchternen Ausblick auf die Entwicklung der Hotellerie legt die Prodinger Tourismusberatung in ihrem jüngsten Trendreport für das Jahr 2022 vor. Nach derzeitigem Wissen wird es auch künftig immer wieder zu Virus-Mutationen kommen. Allerdings hat die Hotellerie laut AGES (Österr. Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) mit gerade ein bis zwei Prozent einen minimalen Anteil am Pandemiegeschehen. „Hotels sind evidenzbasiert sichere Orte und keine Beförderer der Pandemie. Die Lösung des Problems liegt daher sicher nicht im vielfach fatalen Aussetzen der Wirtschaftskreisläufe“, kritisieren die Autoren des Reports, Thomas Reisenzahn und Marco Riederer den falschen Denkansatz vieler Politiker.

Zahlreiche Betriebe sind inzwischen wirtschaftlich schwer angeschlagen, viel Eigenkapital wurde in den beiden letzten Jahren verbrannt. Um auch künftig mithalten zu können, braucht es neue Ideen und Anpassungen, vom Angebot bis zur Betriebsführung. Es gilt, frühzeitig kommende Themenfelder zu erkennen, um mögliche negative Folgen abzufangen.

Als Problembereich erachten die Autoren beispielsweise Betriebsprüfungen, die im kommenden Jahr „neue Dimensionen“ erreichen. Dabei geht es um eventuelle Rückforderungen erhaltener Hilfsgelder oder um bestimmungswidrige Verwendungen. Auch eine Überkompensation könnte festgestellt werden. In den Richtlinien finden sich reichlich unbestimmte Begriffe, die viel Interpretationsspielraum offen lassen und im konkreten Fall problematisch sein können. Deutlich verschärfen wird sich das Drama der (zu) geringen Eigenkapitalquoten. Vor allem kleine Unternehmen erleiden dadurch verstärkte Investitionsrisiken. Die Prodinger Tourismusberatung schlägt hier eine bis 21.12.2022 befristete Übergangsregelung vor, wonach das Vermögen (die stillen Reserven) begünstigt mit dem Viertel-Steuersatz aufgewertet werden kann und die Bilanzen das echte Eigenkapital aufweisen. Dies stärkt die Bonität und erhöht langfristig die Abschreibungsbasis. Auch für die vielen anstehenden Betriebsübergaben wäre das eine wesentliche Erleichterung.

Ganz dringend muss mit geeigneten Maßnahmen auf die stattfindende „Branchenflucht“ vieler Mitarbeiter reagiert werden. Kompensieren lassen sich Mitarbeitermangel und steigende Kosten nur durch höhere Preise plus Digitalisierung plus Automatisierung. „Qualitativ hochwertige Dienstleistung wird in Zukunft um einiges mehr kosten. Daran werden sich die Gäste gewöhnen müssen“, heißt es in dem Ausblick.

„Nachhaltigkeit“ ist ein weiterer Bereich, auf den die Hotellerie Antworten und Angebote finden muss. Die „Sustainability“ darf kein Werbeschmäh sein, sondern muss allen Akteuren am Herzen liegen. „Sie ist nicht das Ziel, sondern ein permanenter Weg“, schreiben die Autoren. Weiter an Bedeutung gewinnen werden verschiedene alternative Beherbergungsformen (aktuell auch aus Gründen des Social Distancing), wie Serviced Apartments, Chalets und Airbnb. Gesucht werden naturnahe Beherbergungskonzepte. „Es hat sich eben viel getan in unserem Bewusstsein. Beherbergungsbetrieben eröffnen sich dadurch neue Chancen in der Angebotsgestaltung, nicht zuletzt hinsichtlich der Architektur und Konzepte“.

Die Stadthotellerie wird sich, wie die Autoren weiter schreiben, erst 2024 erholen. Feriendestinationen mit einem robusten Binnentourismus werden im Sommer 2022 eine ähnliche Buchungslage wie 2020 bzw. 2021 haben.

Die radikale Störung durch die bisherigen vier Lockdowns hat die gesellschaftlichen Routinen nicht evolutionär verändert, sondern eher disruptiv unterbrochen. „Die Reisebedürfnisse der Gäste haben sich nicht grundlegend verändert“, meinen Reisenzahn und Riederer abschließend. Neue Trends sind allerdings im Geschäftsreiseverhalten und in der Zunahme „hybrider Events“ zu beobachten. Ganz allgemein ist eine zunehmende Skepsis gegenüber einer „Über-Digitalisierung“ und ein neuer Weg zurück zur Analogität festzustellen. „Digital Detox“ steht für einen bewussteren Umgang mit dem Smartphone und anderen mit dem Internet verbundenen Geräten. In Urlaub und Freizeit, wo Erholung und Entspannung ganz groß im Vordergrund stehen, kann dies zur Grundlage attraktiver neuer Angebote werden.

Der umfangreiche [Tourismus-Ausblick 2022 ist hier] (https://bit.ly/3eygXOP) zu finden.

Prodinger Tourismusberatung

Thomas Reisenzahn, +43 664 264 51 10
t.reisenzahn@prodinger.at

Marco Riederer, +43 664 404 12 64
m.riederer@prodinger.at

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Dienstag, 14. Dezember 2021

Smarte Antwort auf Fachkräftemangel in der Küche

Wien (OTS) - Die Belieferung mit qualitativ hochwertigen Speisen – wie zum Beispiel in Tirol durch die neuen „Produktionsküchen“ - löst eines der größten Küchenprobleme: den Mangel an qualifizierten Köchen. Aber auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) ist in der Küche im Vormarsch. Da ist das Münchner Hofbräuhaus ein echter Trendsetter: So kann man dem Fachkräftemangel professionell entgegenwirken.

Der bereits vor der Gesundheitskrise herrschende Fachkräftemangel hat sich in der Hotellerie nochmals verschärft. Es wird immer schwieriger, kompetentes Personal aufzustellen.

Aber es gibt einen Lichtblick: es entstehen in Österreich immer mehr Produktionsküchen, die vor allem für die Privathotellerie die optimale Antwort auf den Küchen-Personalmangel sein können. Wie etwa die Produktionsküche in Jenbach, die sich extra auf die Belieferung von Hotels mit täglich frisch gekochten Gourmet-Speisen spezialisiert. Hotels können die Services je nach Bedarf in Anspruch nehmen und somit z. B. einem Personalnotstand an Feiertagen, bei Krankenständen oder Urlauben entgegenwirken.

Mit ihren exklusiven Trendreisen spüren die Gründerinnen der Geschäftsführer-Direktoren-Akademie (DiA), Elfriede Krempl und Tina Brandstetter, die originellsten Szene-Vorreiter auf, um Hotelgeschäftsführern und Direktoren zu demonstrieren, wie andere Betriebe sich den Herausforderungen stellen. Dieses Mal führte die Reise ins Vorzeige-Wirtshaus nach München, um sich gemeinsam mit den DiA-Teilnehmern von den neuesten technischen Küchen-Entwicklungen im Hofbräuhaus zu überzeugen.

Neue Technologien nutzen

Ein Betrieb wie das Hofbräuhaus bietet bis zu 3.500 Besuchern Platz. Pro Tag können rund 6.000 Gerichte über die Theke gehen. Trotzdem ist es jetzt dem Hofbräuhaus möglich, den Aufwand mit einem Drittel weniger Köche zu bewältigen. Dies dank einer externen Produktionsküche in der Nähe von München und Künstlicher Intelligenz (KI). Der Großteil wird zwar noch im Hofbräuhaus selbst gekocht, aber für eine effiziente Speisenfertigung kommen vorportionierte Produkte von einer externen Meisterköche-Produktionsküche. Dies ermöglicht dort familienfreundliche 9-5-Jobs. In der Hofbräuhaus-Küche selbst können ungelernte Kräfte eingesetzt werden.

Aus Daten lernen

Blindflug in der Gästefrequenz war gestern. Das ausgeklügelte KI-System des Hofbräuhauses wird mit Vergangenheit (Anzahl der Gäste, Umsatz) und Zukunft (Wettervorhersage, Veranstaltungen, Ankunftsdaten) gefüttert. Das Ergebnis: eine Vorhersage der Nachfrage nach einzelnen Gerichten mit 95%-iger Genauigkeit – und das 3 Tage im Voraus. Was für eine Erleichterung in der Mitarbeiter-Planung!

Auch Einkauf & Logistik bleiben schlank

Diese Planungsgenauigkeit schafft auch eine effizientere Einkaufspolitik. Das spart einerseits Lagerfläche, andererseits ist über ein vollautomatisiertes Warenwirtschaftsprogramm immer ein optimaler Überblick gegeben. Notwendige Produkte können rechtzeitig nachbestellt werden. Auf diese Art sind KI-Systeme auch für Hotels ein vielversprechendes Unterstützungstool. Es geht darum, möglichst viele Anwendungen zu verbinden und aus den erfassten Daten Handlungsempfehlungen abzuleiten. Vor allem in den Bereichen Einkauf, Service, Planung und Kontrolle ist Künstliche Intelligenz in der Lage, Betrieben unter die Arme zu greifen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis solche Systeme in der Privathotellerie Einzug halten. Ein Hotelmanagement, das sich bereits heute mit den Möglichkeiten der neuen Technologien auseinandersetzt, kann rechtzeitig die Vorteile nutzen.

* * * Über die Geschäftsführer-Direktoren-Akademie (DiA)

Die DiA bietet eine zusammenhängende, in sich geschlossene Ausbildung, in der alle relevanten Themen von Persönlichkeits-Entwicklung, Management und Führung abgedeckt sind. Ziel der DiA ist, erfahrenen Direktoren & Unternehmern (Altersdurchschnitt von 45 Jahren!) die Chance zu geben, in allen Bereichen der Betriebsführung nicht nur komplett up to date zu sein, sondern die Entwicklungen der nächsten 2 bis 3 Jahre in Bezug auf Automatisierung & Digitalisierung schon mit zu berücksichtigen. In 17 Präsenztagen – aufgeteilt in 6 Module – und mit ausgeklügelten E-Learning-Tools erlernen die Teilnehmer alle Schlüsselkompetenzen, die ein Manager heute braucht. Der nächste Lehrgang – DiA VII – startet im April 2022. Details zur DiA unter [direktoren-akademie.at] (https://www.generatio.at/hotel-direktoren-akademie/)

* * * Das Bild in druckfähiger Auflösung bitte [hier] (https://www.generatio.at/gruppenfoto-dia-vi-hofbraeuhaus/) downloaden.

Prof. Elfriede Krempl
Generatio Hotel Management Consulting
Telefon: +43 664 53 459 53
e.krempl@generatio.at | www.generatio.at

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Donnerstag, 05. August 2021

Prodinger Trendreport: Nachhaltigkeit pfiffig umgesetzt

Wien (OTS) - Dies ist Titel und Thema des neuesten Trendreports der Prodinger Tourismusberatung. Thomas Reisenzahn und Marco Riederer analysieren darin anhand praktischer Beispiele die Aktivitäten führender Hotelbetriebe rund um die in der Corona-Krise stärker denn je in den Blickpunkt geratenen Bereiche Natur und Nachhaltigkeit.

Zurück zum guten alten „Normal“? Sicher nicht im Tourismus!

Die Prodinger Tourismusberatung zeigt in ihrer breit angelegten Studie, was sich in der Hotellerie verändern muss und kann. Und zwar jenseits billiger Marketingtricks, welche die verschiedenen Angebote letztlich nur austauschbar machen.

Der Wertschöpfungsturbo Tourismus ist durch Covid längerfristig ins Stottern geraten. Wie kann die Hotellerie die (neuen) Herausforderungen meistern? Indem sie aus Herausforderungen Chancen macht!

Nachfolgend einige der Kernaussagen aus der 88 Seiten umfassenden Publikation, mit der die Prodinger Tourismusberatung die Serie ihrer bisher erschienen und gefragten Trendberichte fortsetzt.

1. Naturnahes Leben als sinnliche Erfahrung während eines Hotelaufenthalts

Oft stehen österreichische Hotels inmitten einer Naturidylle. Der Hotelier wohnt und lebt hier oft seit Jahrzehnten. Häufig sind mittelständische Hotelbetriebe aus alten Bauernhöfen entstanden. Der Hotelier bzw. die Hotelière verfügt also über ein generationenaltes Wissen, wie man mit der Natur lebt ohne sie zu zerstören. Dieses Wissen kann er oder sie an Gäste weitergeben. Der Hotelier befindet sich also beim achtsamen Umgang mit unserer Umwelt in einer Pole Position. Diesen Vorteil sollte er aktiv nutzen. Und damit auch seine Verantwortung ernst nehmen. Er kann eine Vorbildfunktion ausfüllen und zum Inspirator seiner Gäste werden. Fröhlich, spielerisch, nicht mit erhobenem Zeigefinger.

2. Geändertes Reiseverhalten vieler Menschen

Während der Coronakrise hatten viele Menschen Zeit zum Nachdenken. Sie wollen und werden wieder reisen – aber vermutlich anders, vermutlich langsamer. Weniger Einkaufstrips mit dem Flugzeug in die Hauptstädte dieser Welt, dafür häufiger Urlaub im eigenen Land ohne lange Anreisewege. Gäste werden das Einfache, Unverfälschte suchen, weniger den Hype und aufgeregte Showerlebnisse. Weniger Exotik, sondern Kontakt mit „Locals“. Sie wollen sich inspirieren lassen und etwas aus dem Urlaub für ihr Leben mitnehmen, Erlebnisse wie Brotbacken statt Bungeejumping, Schlafen unter dem Sternenhimmel statt Party bis in den Morgen.

Noch stärker werden sich Geschäftsreisen verändern: Man wird nicht mehr zu jeder Vertragsunterschrift und zu jedem Treffen um den Globus jetten, vieles wird sich weiter virtuell/digital abspielen. Dies betrifft vor allem die kleineren Meetings. Klassische Konferenz- und Businesshotels müssen ihr vertrautes Geschäftsmodell überdenken.

3. „Nachhaltigkeit“ wird zum neuen Geschäftsmodell

Nachhaltiger Ressourcenumgang spart Kosten. Ein glaubwürdiges nachhaltiges Konzept führt zu besserer Mitarbeiterbindung und einer vereinfachten Mitarbeiterakquise. Zufriedene Mitarbeiter steigern die Gästezufriedenheit. Gäste suchen verstärkt nachhaltige, grüne Angebote – auch im Urlaub. Darauf muss sich auch das F&B einstellen, es muss regionaler und saisonaler werden. Artgerechte Tierhaltung wird auf dem Teller zum Normalfall, Billigfleisch zu einem No-Go. Die höhere Wertigkeit wird von den Gästen mit der Bereitschaft, höhere Preise zu zahlen, belohnt.

4. Österreich als nachhaltige Musterregion weltweites Vorbild

Laut Sustainability-Ranking 2020 liegt Österreich neben den skandinavischen Ländern und Neuseeland ganz oben im Spitzenfeld. Diese Position sollte der österreichische Tourismus nutzen und ausbauen, fordert Philipp Blom, Historiker, Philosoph und Bestsellerautor im Interview mit Uta Gruenberger. Auch er warnt davor, einfach zum „Normal“ zurückzukehren. Nachhaltigkeit sollte zum USP des österreichischen Tourismus werden. Wir sollten radikal auf „Zero Carbon“ setzen und damit weltweit zum Trendsetter werden. Tourismus habe bisher eher zur Ressourcen-Verschwendung beigetragen. Dass es auch anders geht, könnte Österreich zeigen: „Wir können sehr wohl ein bisschen die Welt retten und trotzdem Geld verdienen. (...) Wir haben doch wirklich als reiche Menschen in reichen Ländern so viel Spielraum, unser Verhalten so zu ändern, dass es uns nicht wahnsinnig belastet, dem Planeten aber deutlich weniger schadet. Das muss man einfach einmal probieren. Gerade im Bereich der Dienstleistung wird das leider oft in vorauseilendem Gehorsam nicht versucht“.

5. Neue Macher, neue Ideen

Dass und wie so etwas geht zeigen heimische Architekten und Hoteliers, wie die Tiroler Architektin Monika Gogl mit ihrem Faible für Holz und naturnahe Materialien (z.B. im Wiesergut), die Hotelière Irene Auer mit ihrem Naturhotel Waldklause im Ötztal oder die Wiener Architekten BWM, die sich auf Gastronomie und Hotellerie spezialisiert haben und gerade das Hotel Straubinger in Bad Gastein revitalisieren.

Weitere Leuchttürme werden vorgestellt:

  • Naturhotel Forsthofgut in Leogang
  • Arosea Naturhotel im Ultental, Südtirol
  • Naturhotel Lüsnerhof, Lüsen, Südtirol
  • Naturhotel Leitlhof, Innichen, Südtirol
  • Biohotel Gralhof, Weissensee
  • Ruhehotel & Naturresort Rehbach, Tannheimer Tal

Chalethotels mitten in der Natur liegen voll im Trend. Hier kann sich der Urlauber zurückziehen und trotzdem die Annehmlichkeiten eines Hotelbetriebs nutzen. Auch dafür zeigt der Trendreport einige herausragende Beispiele.

Zuletzt stellt der Report auch neue Finanzierungsmodelle vor.

Eine Leseprobe aus unserem neuen Trendreport „Grüner wird’s nicht“ ist [unter folgendem Link ab sofort zum Download] (https://bit.ly/3rHnoVv) verfügbar.

Grüner wird’s nicht | Prodinger Beratungsgruppe | Sommer 2021 | 88 Seiten Gedruckter Report um € 89 zzgl. MwSt. unter tourismusberatung@prodinger.at

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
t.reisenzahn@prodinger.at

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Dienstag, 09. März 2021

Touristischer Kurswechsel bei Google

Wien (OTS) - Die ITB findet zwar dieses Jahr ausschließlich im virtuellen Raum statt, aber Änderungen in der touristischen Reisewelt werden dennoch bevorzugt im Rahmen des größten Branchenevents kommuniziert.

Richard Holden, Vice President Produktmanagement von Travel by Google, machte heute eine Ankündigung, die für die digitale Reisebranche von größter Bedeutung ist. So sei es nun auch für die kleinsten Hotels möglich, direkt mit den eigenen Zimmerpreisen auf google.com/travel gelistet zu sein. Wichtiger als die von ihm angeführte “Unterstützung der von der Pandemie gebeutelten gesamten Reiseindustrie” ist für Google sicher das eigene Geschäftsinteresse. Holden betonte: „Es bietet uns natürlich die Gelegenheit, zu beweisen, dass direkt bei Google die gesamte Preisspanne für einen Hotelaufenthalt zu finden ist“.

Marco Riederer, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung, hält fest: „Bis 9.3. zeigte Google dort nur Preise an, wenn dafür auch bezahlt wurde. Dies nutzte vor allem OTAs und Metasuchmachinen, die hier vermehrt bereit waren, die Klickpreise und Provisionen zu bezahlen“. Die neuen Möglichkeiten bedeuten einen Kurswechsel des touristischen Geschäftsmodells bei Google und könnten zudem eine große Hilfe in der Inspirationsphase der Gäste sein. Für die Hoteliers heißt es, rechtzeitig die richtigen Schritte im Preis- und Vertriebsmanagement zu setzen. „Gerade in Hinblick auf den hoffentlich bald möglichen touristischen Re-Start ist eine hohe Sichtbarkeit in allen zur Verfügung stehenden Kanälen jedenfalls essentiell“, so Riederer weiter.

Nun gilt es zu prüfen, wie die technische Umsetzung aussieht und ob es den einzelnen Hotelbetrieben ohne übermäßigen Aufwand möglich sein wird, die Preise in Selbstregie einzustellen.

Die Prodinger Tourismusberatung analysiert bestehende Preis- und Vertriebsstrategien von Hotelbetrieben und erarbeitet gemeinsam mit dem Betrieb eine zukunftsfitte Strategie mit klaren Handlungsaufforderungen.

Prodinger Tourismusberatung
Marco Riederer
+43 6542 73661 1780
m.riederer@prodinger.at

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Montag, 07. Dezember 2020

Investieren in Corona-Zeiten? Der „Fischerwirt“ hat sich getraut

Wien (OTS) - Mitten im ersten Lockdown hat die Familie Rudolf Ebner vom „Fischerwirt“ in Faistenau (Salzkammergut) ihre bisher größte Investition in Angriff genommen: ein WaldSPA mit Chalets zum Nächtigen im angrenzenden Waldstück. Die optisch reizvolle Erweiterung der Anlage im Sinne eines Naturhotels ist inzwischen abgeschlossen und das mutige Vorhaben auch finanziell gut abgesichert. In außergewöhnlichen Zeiten wie diesen, werden von verschiedenen Seiten Investitionshilfen gewährt. Diese Möglichkeit wurde gut genützt. Erfolgreich begleitet wurde das Projekt von Beginn an durch fundierte professionelle Beratung.

"Ein Rückzugsort, der totale Entspannung unter Bäumen schenkt und die Natur perfekt in die Architektur integriert“, charakterisiert Thomas Reisenzahn von der Prodinger Beratungsgruppe das „WaldSPA-Projekt“ des Fischerwirts. Die Feasibility-Studie dazu hatte die Beratungsgruppe im Frühjahr erstellt.

Richtiger und vor allem kostengünstiger Zeitpunkt für ein Investment

"Wir haben uns im Frühjahr hingesetzt und beraten, wie man den absehbaren Schwierigkeiten am besten begegnen kann. Viele Argumente hatten letztlich dafürgesprochen, dass jetzt ein guter und auch kostengünstiger Zeitpunkt für ein Investment gegeben wäre. Gerade in Zeiten mit niedriger Gästefrequenz lassen sich Investitionen in Qualität und neue Angebote relativ stressfrei realisieren“, zieht Rudolf Ebner Bilanz: „Kredite waren noch nie so niedrig verzinst. In dieser Hinsicht sehe ich für meinen Betrieb eine gute Zukunft“

Außerdem sei, wenn der Tourismus wieder voll in Fahrt kommt, mit einem großen Nachholbedarf an Urlaubsreisen zu rechnen. „Ich erwarte, dass qualitativ hochwertiger Urlaub in Österreich künftig stärker als bisher gefragt sein wird. Auch die regionale Komponente wird sich in der Nachfrage positiv auswirken“, ist der Hotelier überzeugt.

WaldSPA“ in ruhiger Lage, umgeben von dichtem Baumbestand

Bei dem von Familie Ebner realisierten Spa-Projekt ist der Wald ein Teil des Konzepts. Der Architekt hat die einzelnen Bauten in vorhandene Lichtungen gesetzt, ein Steg verbindet sie mit dem Haupthaus. Das Erscheinungsbild ist durch verschiedene Materialien geprägt. Der Lage entsprechend dominiert vor allem Holz. Im Inneren sind die Module jeweils gleichwertig konzipiert. Gleich ist allen ein reizvoller Ausblick in die umliegende Landschaft. „Das in Lockdown-Zeiten errichtete WaldSPA bietet dank seiner außergewöhnlichen Architektur nicht nur ein besonderes Erlebnis für die Gäste, sondern auch Potential für künftige Erweiterungen“, zeigt sich Rudolf Ebner auch in schwierigen Zeiten zuversichtlich.

Hier finden Sie [mehr Fotos zum Projekt] (https://www.ots.at/redirect/prodinger2)

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Thomas Reisenzahn
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t.reisenzahn@prodinger.at

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Donnerstag, 08. Oktober 2020

Raus aus Corona – Vorschläge zur Absicherung von Tourismusbetrieben

Wien (OTS) - Viele Tourismusbetriebe haben in der Corona-Krise ihre Sicherheit in Planung und Betriebsführung verloren. Und derzeit ist nicht abzusehen, wann die Betriebe diese zurückerlangen können. Daher gilt es, die finanzielle Situation der Unternehmen durch Stärkung der Eigenkapitalbasis rasch zu verbessern. Dies ist einer der zentralen Vorschläge zur Absicherung von Tourismusbetrieben, die Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung, am Donnerstag Nachmittag anhand eines von Prodinger erarbeiteten Thesenpapiers dem Tourismusausschuss des Nationalrates präsentierte.

„Eigenkapital-Stärkung“, das Gebot der Stunde!

"Die Eigenkapitalquoten der österreichischen Unternehmen werden sich in den nächsten Monaten weiter verschlechtern. Deshalb wäre eine Stärkung gerade jetzt ein Überlebenselixier“, betonte Reisenzahn in seinem Vortrag. Das geringe Eigenkapital ist zum Teil durch niedrige Buchwerte der Hotelliegenschaft bei erheblichen stillen Reserven bedingt. Aus dieser Bilanzsituation heraus gab es bereits in den letzten sechs Monaten Schwierigkeiten bei Überbrückungsfinanzierungen oder dem Fixkostenzuschuss. Auch wird das Bilanzbild durch die Krise so negativ verändert, dass eine strukturell sinnvolle Betriebsnachfolge nicht mehr möglich erscheint. „Aufgrund der Tatsache, dass in den Bilanzen Buchwerte dargestellt werden, entspricht die Darstellung oft nicht den tatsächlichen Verhältnissen. Ganz besonders nicht, wenn die Betriebe bzw. der Besitz schon lange im Familienbesitz sind“, stellte Reisenzahn fest.

Aufwertung auf den Verkehrswert

Eine Aufwertungsoption auf den Verkehrswert der Liegenschaften sollte unbedingt eingeführt werden. Damit ließen sich richtigere Werte in den Jahresabschlüssen darstellen. Hier schlägt Prodinger eine befristete Übergangsregelung bis 31.12.2022 vor, wonach das Vermögen mit dem Viertel-Steuersatz begünstigt aufgewertet werden kann und die Bilanzen das echte Eigenkapital aufweisen. Dies würde die Bonität stärken und langfristig die Abschreibungsbasis erhöhen!

Betriebsübergaben

Für die vielen anstehenden Betriebsübergaben wäre eine solche Aufwertungsoption eine wesentliche Erleichterung. Ähnlich dem Abschmelzmodell der deutschen Erbschaftsteuer sollte die Steuerbelastung aus der Aufwertung überhaupt wegfallen, wenn der Betrieb zumindest 7 Jahre vom Nachfolger fortgeführt wird.

Betriebliche Exit-Szenarien steuerlich ermöglichen

Eine Betriebsaufgabe ist oft mit hohen steuerlichen Belastungen verbunden (Versteuerung stiller Reserven), sodass "Zombieunternehmen" noch jahrelang fortgeführt und die gesunden Unternehmen preislich massiv unterboten werden. Der Prodinger-Vorschlag sieht eine befristete Regelung vor, die zur notwendigen Strukturbereinigung eine steuerfreie Betriebsaufgabe bis 31.12.2022 ermöglicht. Dies stärkt die lebensfähigen Betriebe und verhindert Insolvenzen. Ab 1.1.2023 soll die Betriebsaufgabe mit einem Viertel-Steuersatz belastet sein. (Derzeit ist lediglich bei Steuerpflichtigen über 60 Jahren und kompletter Einstellung der Erwerbstätigkeit der halbe Einkommensteuersatz möglich).

Eigenkapital nicht länger steuerlich benachteiligen

Ein weiterer Grund für die geringe Eigenkapitalquote in der Hotellerie besteht darin, dass Fremdkapital, also Kredite, steuerlich bevorzugt wird. So kann ein Unternehmer die Kosten des Kredites steuermindernd absetzen. Setzt der Unternehmer allerdings sein eigenes Geld ein, so muss er höhere Steuern zahlen. Die Regierung sollte daher nicht nur die Zinsen auf Fremdkapital, sondern auch eine marktübliche Verzinsung des Eigenkapitals steuerlich abzugsfähig machen.

Keine Ungleichbehandlung von Zinsen beim Empfänger

Unternehmer und Privatpersonen sind bereit, in die Hotellerie zu investieren. Viele Unternehmer möchten ihren eigenen Betrieb stärken. Wer aber sein Kapital einbringt, wird steuerlich benachteiligt: Wer bspw. Geld in Staatsanleihen investiert zahlt 27,5 % Kapitalertragssteuer (KESt). Für die Zinsen aus einem dem Betrieb hingegebenen Privatdarlehen müssen Anleger hingegen die volle Einkommensteuer, also bis zu 55 %, bezahlen. Ein Privatdarlehen sollte daher ebenfalls mit 27,5 % besteuert werden. Diese Regelung käme allen Wirtschaftsbetrieben zugute.

Rechtsformneutralität der Besteuerung nicht entnommener Gewinne

Für Gewinne in Kapitalgesellschaften fallen 25 % Körperschaftsteuer (KÖSt) an und bei der Gewinnausschüttung 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt). Auch bei Einzelunternehmern und Personengesellschaften sollten die im Unternehmen verbleibenden Gewinne mit 25 % besteuert und erst bei einer Entnahme ins Privatvermögen ähnlich der KESt bei Kapitalgesellschaften behandelt werden.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
t.reisenzahn@prodinger.at

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Montag, 28. September 2020

Prodinger-Studie zeigt alarmierende Umsatzeinbrüche in der Hotelbranche auf

Wien (OTS) - Im Durchschnitt verliert jedes Hotel in Österreich im Zeitraum Mai bis Oktober 2020 zwischen 130.000 und 150.000 Euro an Umsatz. Dies entspricht einem kumulierten Einnahmeausfall von rund 2,2 Milliarden Euro in diesem Zeitraum, geht aus einer aktuellen Szenarienanalyse der Prodinger Tourismusberatung hervor. Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) hatte die Prodinger Beratungsgruppe beauftragt, verschiedene Szenarien zur kommenden Wintersaison 2020/21 zu erstellen.

Bereits im April 2020 wurden von Prodinger drei Szenarien („Best Case“, „Bad Case“ und „Worst Case“) durchgespielt. Dank eines guten Monats August wurde bei den Nächtigungen die Prognose mit dem Best Case fast punktgenau erreicht (Zwischenergebnis Mai bis August 2020: minus 33 Prozent; Prodinger-Prognose: minus 34,4 Prozent). Ähnliches gilt auch für die Umsatzzahlen: Prodinger prognostizierte ein Minus von 42,2 Prozent, das Ist-Zwischenergebnis für den Sommer (Mai bis Juli) liegt bei minus 44,1 Prozent. „Damit bestätigen die vorliegenden Ist-Werte unsere bisherigen Prognoseberechnungen. Das Best Case-Szenario wird aber nicht zu halten sein. Es sind wirklich alarmierende Umsatzrückgänge in der Hotellerie zu erwarten. Durch die anhaltenden Reisewarnungen gehen wir davon aus, dass für die kommenden Monate ein schlechteres Szenario realistisch ist“, erklären die Studienautoren Thomas Reisenzahn und Marco Riederer von der Prodinger Beratungsgesellschaft. „Covid-19 wird die Branche im Winter 2020/21 nachhaltig schwächen, eine Erholung ist nicht zu erwarten.“ Die Nachfrage-bedingten negativen Effekte werden, so die Experten, automatisch zu einer schlechteren Preisdurchsetzung für die kommende Wintersaison führen.

Im einzelnen geht die Prodinger-Szenarienanalyse davon aus, dass im Winter 2020/21 das Geschäft mit den Auslandsgästen wegen des weltweit anhaltenden Infektionsrisikos um 45 Prozent unter dem Nächtigungsniveau der Saison 2018/19 liegen wird („Worst Case“). In einem Bad Case gibt es im Jänner 2021 zwar wieder Lockerungsschritte, diese sind jedoch nur sehr langsam möglich und es bleiben bis ins Frühjahr 2021 hinein erhebliche Einschränkungen bestehen. Der Binnentourismus bleibt recht stabil. Der Nächtigungsrückgang fällt nicht so drastisch aus, es ist jedoch auch in diesem Fall mit einer massiv verschärften Rezession und einem BIP-Verlust zu rechnen.

In einem ebenfalls durchgespielten Best Case Szenario verflüchtigt sich der aktuelle Anstieg an Coronafällen und es kehrt, den Umständen entsprechend, wieder „Normalität“ ein. Die Grenzen bleiben weitgehend offen und es werden keine oder kaum Reisewarnungen ausgesprochen. 2022 würde der Inlandstourismus wieder das volle Niveau von 2019 erreichen, das Auslandsgeschäft allerdings nur 70 Prozent des Wertes von 2019. Eine komplette Rückkehr der Performance auf Vorkrisen-Niveau wäre auch im Best Case frühestens 2023 bis spätestens 2025 zu erwarten (alles unter der Voraussetzung, dass keine erneute Verschlechterung des Pandemieverlaufs eintritt).

Im Szenarienvergleich gehen die Gesamtnächtigungen im Winter 2020/21 (von 73 Millionen im Winter 2018/19) auf 66 Millionen (Best Case), 60,5 Millionen (Bad Case) und 44,7 Millionen (Wort Case) zurück. Die für den Worst Case errechneten Daten wären betriebswirtschaftlich nicht mehr zu verkraften. Allein in der kommenden Wintersaison würden sie einen weiteren Einkommensverlust von 34 Prozent bedeuten. Insbesondere im Städtetourismus scheinen „die fetten Jahre mit Rekordzuwächsen“ vorbei zu sein, fasst Riederer zusammen. „Daher ist es wichtig, die touristischen Unternehmerinnen und Unternehmer in dieser schwierigen Krise zum Wohle aller weiterhin zu unterstützen.“

Für [ihre Analyse] (https://www.ots.at/redirect/tourismusberatung.prodinger1) haben die Prodinger Tourismusberater das gesamte Beherbergungswesen herangezogen, in der Summer rund 16.000 Unternehmen mit 120.670 Beschäftigten. Alle Betriebe verfügen über eine aktive Gewerbeberechtigung.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
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t.reisenzahn@prodinger.at

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Mittwoch, 05. August 2020

Letzte Chance auf Direktbuchung

Wien (OTS) - Entgegen allen optimistischen Annahmen haben Direktbuchungen in der Hotellerie weiter abgenommen. Jetzt scheint jedoch der Moment für eine Trendwende günstig. Die aktuelle Verunsicherung der Gäste eröffnet den Hotels eine realistische Chance, durch Authentizität und aktive Kommunikation den Buchungsplattformen ein Schnippchen zu schlagen.

Die Hotellerie wurde von der Pandemie besonders hart getroffen und es ist ungewiss, ob sie in den nächsten drei Jahren das Rekordergebnis von 2019 wieder erreichen kann. Die Vertriebskanäle werden sich indes weiterentwickeln und die Provisionsaufwendungen zulasten des operativen Betriebsergebnisses weiter steigen. Denn schon lange sind die Beherberger, die in dieser Dienstleistungskette das höchste Risiko tragen, mit einer wachsenden Marktmacht der globalen Online-Reservierungsplattformen konfrontiert.

Buchungsplattformen zuletzt weiter im Aufwind

Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und rechtzeitig die richtigen Schritte im Preismanagement setzen, damit Online Travel Agencies (OTAs) wie Booking.com und Expedia nicht als einzige langfristig Kapital aus der Krise schlagen. Die letztjährigen Diskussionen rund um Booking.Basic und Sponsored Discounts belegen eindrucksvoll, dass sich Booking.com von der seit 2017 untersagten Bestpreisgarantie nie verabschiedet hat. „Booking ist mit dem Versprechen des besten Preises fest in den Köpfen der Gäste verankert und nutzt diese Marktmacht immer wieder aus!“, stößt es Marco Riederer von der Prodinger Tourismusberatung sauer auf, wenn er daran denkt, dass Booking zu Beginn der Coronakrise von den Hoteliers gefordert hatte, auf ihnen zustehende Stornogebühren zu verzichten.

Die zunehmende Macht der OTAs spiegelt sich auch in der alle zwei Jahre stattfindenden HOTREC-Erhebung über den europäischen Hotelmarkt wider, wonach zwischen 2013 und 2019 der Anteil der Online-Buchungsportale im europäischen Hotelvertrieb kontinuierlich von 19,7% auf 29,9% gestiegen ist. Gleichzeitig ist der Anteil der Direktbuchungen in ganz Europa um mehr als 10 Prozentpunkte auf 45,5% zurückgegangen.

Transparenz, Authentizität und Sicherheit als Vorteil

Nach der Angst um den Kontrollverlust sowie einer damit einhergegangenen Schockstarre und Panik haben sich viele Werte und Grundorientierungen verschoben. Gäste suchen daher bereits online nach einem Mehr an Sicherheit und investieren viel Zeit in die Urlaubsrecherche.

"Urlaubsfreudige Gäste nehmen sich jetzt noch mehr Zeit, Informationen über potentielle Urlaubsorte und Hotels im Internet zu suchen. Im Fokus stehen dabei neben lockeren Stornobedingungen vor allem die Themen Sicherheit und Hygienemaßnahmen“, stellt Riederer fest und ergänzt: „Wenn wir den Vertrieb künftig nicht vollständig aus der Hand geben wollen, dann ist jetzt die letzte Chance dafür. Gäste verbringen mehr Zeit online und recherchieren mehr als vor der Krise. Wenn sie auf der Hotelwebsite landen oder uns bereits kontaktieren, dann dürfen wir sie nicht mehr loslassen!“.

Für die Hotellerie stellt sich die Frage, wie der Hotelbetrieb in Hinblick auf diese Entwicklungen zu organisieren ist und wie diese Themen online greifbar gemacht und kommuniziert werden können.

Folgende Kommunikationspunkte sind anhand der Customer Journey zu überdenken:

  • Physische Kontaktreduktion (größere Menschenansammlungen verhindern)
  • Auflistung der Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Gäste
  • Hygienemaßnahmen und Schulungen im Hotel kommunizieren (Mund-/Nasenschutz, Desinfektionsmittel, Glasschutz, …)
  • Lockerung der Buchungskonditionen und Stornobedingungen

Bestehende Preis- und Vertriebsstrategie hinterfragen

Hoteliers sollten die durch das Coronavirus verursachten Auslastungsrückgänge und die dadurch unfreiwillig gewonnene Zeit nützen, um Ihre Vertriebs- und Preisstrategie zu überprüfen und sich intensiv und bestmöglich auf die mit Sicherheit wiederkehrende Nachfrage vorzubereiten Denn wenn der Mehrwert der Direktbuchung nicht klar ersichtlich ist, dann bleibt die Verlockung der OTAs sehr stark. Die Prodinger Tourismusberatung analysiert die bestehende Preis- und Vertriebsstrategie von Hotelbetrieben und erarbeitet gemeinsam mit dem Betrieb eine zukunftsfitte Revenue Management und e-Commerce Strategie mit klaren Handlungsaufforderungen.

Zu den Aufgaben des Revenue Managements zählen detaillierte Prognosen, eine enge Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Abteilungen sowie eine zielführende Segment- und Zimmerkategorien-Strategie. In Zeiten mit geringerer Nachfrage und sinkenden Umsätzen ändert sich der Fokus schnell. Revenue Management allein kann die Krise nicht abwenden. Es ist aber wichtig für den Erfolg eines Hotels, weil es eine realistische Einschätzung der Marktentwicklung ermöglicht.

Prodinger Tourismusberatung
Marco Riederer
+43 1 890 730 9
m.riederer@prodinger.at

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Mittwoch, 08. Juli 2020

In der Ferienhotellerie wird wieder investiert - Reisenzahn: Bauvorhaben liegen konkret auf dem Tisch

Wien (OTS) - Wie rasch eine Branche außer Schritt und Tritt kommen kann, haben uns die letzten Monate schonungslos gezeigt. Vor dem Hintergrund dieses beispiellosen Absturzes ist es schon ein sehr starkes Zeichen für den Standort Österreich, dass die ersten Betriebe - insbesondere aus der Ferienhotellerie - wieder an die nächsten Investitionen denken.

Der brutale Dämpfer, verbunden mit plötzlichem Nieder- und allmählichem Hochfahren der Betriebe, hat zwangsläufig die Investitions-Volumina verringert. Aber viele Bauvorhaben liegen konkret auf dem Tisch und nicht mehr nur in den Schubladen, zeigt sich Thomas Reisenzahn, GF der Prodinger Tourismusberatung, durchaus optimistisch: „Die Anfragen an unser Beraterteam haben in den vergangenen Wochen stark zugenommen“.

Die am Dienstag im Nationalrat beschlossene neue degressive Abschreibungsform bringt den Investoren zu Beginn Steuervorteile und damit eventuell mehr Liquidität. Ebenfalls beschlossen wurde die siebenprozentige Investitionsprämie, mit der die Regierung Anreize für Hotelbetriebe schaffen und damit deren Investitionsneigung positiv beeinflussen möchte. Diese Invest-Prämie gilt für Investitionen, die ab 01. August 2020 gesetzt werden. Gefördert werden materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen.

Der jüngste Prodinger-Report „[Hotelzimmer & Gäste] (https://www.ots.at/redirect/tourismusberatung.prodinger)“ befasst sich eingehend mit unterschiedlichen Trends für Hoteleinrichtungen und Umbaumaßnahmen im Post-Corona Zeitalter. Die Prodinger Beratungsgruppe unterstützt von Beginn an Hotelbetriebe bei der Umsetzung von Bauvorhaben, insbesondere beim Förderwesen, in der Planung sowie bei Strategie und Investitionsbegleitung. Im Hoteldesign, so Reisenzahn abschließend, ist unbedingt auf die «3 F» zu achten. Das Motto dazu lautet: absolute Flexibilität, Funktionalität und Flächeneffizienz (mit den nötigen, Corona-bedingten Abständen in der Einrichtung). Bei künftigen Investitionen in der Hotellerie gehe es also um die passende Funktionalität bei überschaubaren Kosten.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

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Freitag, 12. Juni 2020

Bitte nicht auf Beherbergung vergessen!

Wien (OTS) - Die Bundesregierung hat eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke auf den Weg gebracht. Dieser reduzierte Mehrwertsteuersatz soll von Juli bis zum Ende des Jahres gültig sein. Leider wurde der Beherbergungssatz vergessen!

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke ist sehr zu begrüßen. In der Gastronomie bedeute das konkret, dass die Steuer auf Speisen von zehn, bei Getränken von 20 auf fünf Prozent gesenkt wird. Der verringerte Satz sollte auch auf Übernachtungen (Logis-Beherbergung) zur Anwendung kommen.

Umsatzsteuerlich erbringt das Hotelunternehmen eine Reihe von Leistungen, die sonst in Zukunft mit verschiedenen Steuersätzen zu versteuern sind. "Die Aufteilung des Preises in die unterschiedlichen Leistungskomponenten stellt das Hotel dabei vor eine fast unlösbare Aufgabe." fasst Marco Riederer von der Prodinger Tourismusberatung zusammen. Das gilt auch dann, wenn Zusatzleistungen zugekauft und nicht direkt im Hotel erbracht werden.

Die Covid-19 Maßnahmen in anderen Ländern sind dadurch gekennzeichnet, dass maßgebliche Konkurrenzmärkte die Mehrwertsteuer ebenfalls im Beherbergungsbereich gesenkt haben, insbesondere Deutschland (5 %) aber auch direkte Mitbewerber im Nicht-EU-Raum, wie die Schweiz mit einer ermäßigten Mehrwertsteuer von 3,7 % auf Beherbergung. Die Differenz der Nettoeinnahmen zwischen einem Hotel in Österreich und einem Hotel in Deutschland beträgt 6,26 Prozent.

In der Schweiz ist es außerdem grundsätzlich möglich, Packages (Skipackages, Kulturpackages, etc.) zum Sondersatz für Beherbergung von 3,7 Prozent abzurechnen. Voraussetzung dafür ist, dass der kalkulatorisch nachweisbare Anteil der Beherbergung in einem Package 70 Prozent oder mehr beträgt.

Bei den Corona-bedingten Umsatzeinbußen für die Hotels hat die Prodinger Gruppe ein Minus von 2,8 bzw. 3,3 Milliarden Euro errechnet. Erschwerend kommt hinzu, dass auf Grund der geringeren Auslastung auch die Preise unter Druck geraten. "Österreich darf keinen weiteren Wettbewerbsnachteil gegenüber vielen Staaten in einer solchen Situation erfahren, insbesondere da die meisten Gäste im Tourismus Privatgäste sind und damit keinen Vorsteuerabzug haben.", so Thomas Reisenzahn (Prodinger Tourismusberatung).

Die Prodinger Beratungsgruppe präsentierte diese Woche [konkrete Maßnahmen für die Hotellerie] (https://www.ots.at/redirect/tourismusberatung1) im parlamentarischen Tourismusausschuss.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 6542 736 16 -1644
t.reisenzahn@prodinger.at

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Freitag, 15. Mai 2020

Tourismus nach Corona: Die Öffnung von Attraktionen als Lebensader

Wien (OTS) - Das unerschöpfliche Kulturangebot zieht Touristen nach Wien. Museen öffnen wieder die Tore, doch unter welchen Bedingungen? Wann darf wieder ein Theater besucht werden? Das Start-Up GET LOCAL hilft Wiener Hotels, auch in unsicheren Zeiten den Gästen sichere Auskunft und einen gesicherten Zugang zu geben.

Die Mitteilung der Bundesregierung, dass Hotellerie, Gastronomie und Freizeitbetriebe unter bestimmten Auflagen wieder öffnen dürfen, lässt den österreichischen Tourismus aufatmen. Unterschiedliche Wiedereröffnungs-Daten, Zugangsbeschränkungen und abweichende Bedingungen, unter denen ein Schloss Schönbrunn, der Tiergarten, oder die Albertina wieder besucht werden dürfen, sorgen jedoch für Verwirrung. „Zu einem erstklassigen Hotel-Gästeservice gehören zuverlässige Auskünfte zur Erkundung der Stadt dazu. Gäste werden Sicherheit suchen, Informationen dürfen nicht fehlerhaft sein oder das Hotel wird direkt darunter leiden“, erläutert Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer in der Prodinger Beratungsgruppe.

Das Start-up GET LOCAL steht der Hotellerie bei der Bewältigung dieser großen Herausforderung unterstützend zur Seite. Durch den ständigen Kontakt und die bereits realisierten Schnittstellen mit Museen, Theatern, Tierparks und Restaurants werden der Wiener Hotellerie aktuelle Informationen rund um die COVID-19-Auflagen und Beschränkungen digital zur Verfügung gestellt und ständig aktualisiert. Einfach und schnell können sich Hotels über den Status informieren und somit touristische Aktivitäten zuverlässig vermarkten. „Kein Gast wünscht den Weg zum Museum auf sich zu nehmen, um dann zu erfahren, dass das Besucherlimit bereits erreicht ist. Direkte Buchbarkeit und Ticketerstellung via GET LOCAL sind enorme Vorteile für den Gast“, informiert Marco Riederer, Leiter Revenue Management und e-Commerce der Prodinger Tourismusberatung. „Dank Schnittstellen in die Systeme der Leistungserbringer können Verfügbarkeiten in Echtzeit abgebildet und Gästeströme mit unserer digitalen Concierge-Buchungsplattform gesteuert werden. Bei kleineren Unternehmen können wir Time-Slots und Kontingente abbilden“, fügt Stefan Neukom, Gründer und Geschäftsführer des Start-ups, hinzu.

Gerade auch vor dem Hintergrund eines verminderten Gästeaufkommens für die nähere Zukunft müssen Hotels vermehrt nach neuen Einnahmequellen suchen. GET LOCAL bietet das optimale Tool, um den Umsatz des Hotels durch Zusatzverkäufe an der Rezeption zu erhöhen. Touristen dürfen sich über zuverlässige Auskunft freuen und die einzigartigen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Attraktionen der Kaiserstadt fast wie in alten Zeiten genießen. Damit kann sich die Stadt Wien weltweit als sichere und kulturaffine Destination attraktiv positionieren.

Über GET LOCAL

GET LOCAL entwickelt und betreibt digitale Concierge-Service-Gesamtlösungen für Hotels. Über einen maßgeschneidert auf die Destination kuratierten digitalen Marktplatz und Online-Buchungsplattformen verkaufen Hotels an ihre Gäste bequem Services, Aktivitäten und exklusiv ausgehandelte Erlebnis-Packages lokaler Partnerfirmen. GET LOCAL wird in Zürich, Basel und Wien bereits von über 50 Premium-Hotels und Serviced-Apartments-Anbietern genutzt. Weitere Destinationen im DACH-Raum sind noch für 2020 geplant. [getlocal.ch] (http://www.getlocal.ch)

Stefan Neukom
Geschäftsführer Get Local AG
Tel: +41 75 400 58 58
stefan.neukom@getlocal.ch

Thomas Reisenzahn
Geschäftsführer Prodinger Tourismusberatung
t.reisenzahn@prodinger.at

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Sonntag, 19. April 2020

Wie verändert die Post-Corona Gesellschaft unsere Hotels?

Wien (OTS) - Insbesondere seit den gravierenden Einschnitten der Covid-19 Krise hat sich bestätigt, dass die Hotellerie nicht nur ein Schönwetter-Geschäft ist. Wir werden noch Monate mit den Auswirkungen dieser Pandemie konfrontiert sein – doch eines ist gewiss: Die Zeit danach wird kommen und aktuell sind Inspirationen und Denkanstöße für die Unternehmensstrategie von morgen die „Causa prima“ im Hotelmanagement.

Ein Ergebnis, das gleichsam von heute auf morgen die gesamte Normalität radikal verändert, wird mit Sicherheit auch das touristische Produkt in der Hotellerie nachhaltig beeinflussen und mitunter sogar neu definieren. Plötzlich wird alles in Frage gestellt! Soziale Verzichte, die materielle Detox-Phase und die Solidarität zu den Mitmenschen werden einen noch nie da gewesenen Paradigmenwechsel einleiten.

Speziell im Marketing müssen Gäste in Zukunft ganz anders angesprochen werden. Die Corona-Krise wird deren Grundgerüst an Werten und Lebenseinstellungen zwar nicht verändern, bereits vorhandene Ausprägungen werden aber eher verstärkt. Vor allem die Diskussion über Globalisierung sowie die Themen Zusammenhalt, Verantwortung, Gemeinschaft und Familie werden in Zukunft die touristischen Werbeaussagen prägen. Weiters ist davon auszugehen, dass die Krise zu einem Turbo für den Klimaschutz wird.

Trendreport Hotelzimmer & Gäste

Im brandneuen Trendreport „Hotelzimmer & Gäste“ haben wir die Sichtweise von Kunden eingefangen und uns intensiv damit beschäftigt, was sich Gäste von einem Hotel bzw. einem Hotelzimmer eigentlich erwarten. Soll es nachhaltig & reduziert, chic & stylisch oder vor allem technologisch & smart sein?

Basierend auf den von INTEGRAL konzipierten Sinus-Milieus®, also Menschen mit ähnlichen Werten, Lebensstilen und ästhetischen Vorlieben, haben Spezialisten aus den Bereichen Design, Marketing, Architektur und Hotellerie verschiedene Hotelformen und Zimmer für Zielgruppen aus den unterschiedlichen Milieus konzipiert.

Fakt ist, dass es oft vorkommt, dass Einrichtungsstil oder Hotelphilosophie nicht zur Zielgruppe passen. Was für den einen Gast ein absolutes „Muss“ darstellt, ist für den anderen überflüssig. Die Bedürfnisse und Erwartungen der Gäste werden in der Folge oftmals nicht erfüllt, was zu Unzufriedenheit führt.

Für die Hotellerie stellt sich dabei die Frage, wie ein Betrieb mit den geänderten Gästeanforderungen einer Post-Corona Gesellschaft umgeht. Nur wer Dienstleistungen und Innovationen mit den Gästeansprüchen bestmöglich verknüpft, wird sich nach der Krise am Markt behaupten. Um Gäste von der Hotelphilosophie und der dazu passenden architektonischen Ausgestaltung zu überzeugen, ist es essentiell, die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe zu kennen. Denn diese unterscheiden sich weitgehend.

Die eine Gästegruppe favorisiert ein loft-artiges Zimmer mit gradlinigem Design, dunklen Materialien und den neuesten digitalen Lösungen. Das Smartphone und Tablet ständig parat zu haben ist für diese Gäste wichtig. Sie wünschen ausreichend Lademöglichkeiten und bequeme Sitzmöbel zum Surfen und Arbeiten. Andere wiederum lieben ausgefallenes, bunteres Design und fühlen sich nur mit exklusiven Materialien wohl. Zu viele und zu innovative digitale Lösungen überfordern sie.

Eine Leseprobe aus unserem neuen Trendreport „Hotelzimmer & Gäste“ ist [unter folgendem Link ab sofort zum Download] (https://www.ots.at/redirect/Leseprobe1) verfügbar.

Hotelzimmer & Gäste | Prodinger Beratungsgruppe | Frühjahr 2020 | 128 Seiten Der gedruckte Report kann um 79 Euro zzgl. MwSt. unter [tourismusberatung@prodinger.at] (mailto:tourismusberatung@prodinger.at) bestellt werden

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 703 9
t.reisenzahn@prodinger.at

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Freitag, 03. Januar 2020

Regierungsprogramm: Positive Nachrichten für den Tourismus

Wien (OTS) - Der Tourismus wird im mehr als 300 Seiten starken Programm der türkis-grünen Bundesregierung auf sieben Seiten behandelt. "Die auf diesen Seiten angeführten Punkte werden sehr abstrakt beschrieben und müssen noch konkretisiert werden", stellt Thomas Reisenzahn, GF der Prodinger Tourismusberatung, bei einer ersten Durchsicht der soeben vorgelegten großen Vorhaben der neuen österreichischen Regierung fest.

Die Bundesregierung bekennt sich in ihrem Papier „Aus Verantwortung für Österreich“ grundsätzlich dazu, im Zuge einer geplanten Steuerstrukturreform Mitarbeiter spürbar zu entlasten und das Steuersystem zu vereinfachen. "Ausdrückliches Ziel der neuen Regierung ist der Erhalt einer kleinteiligen und häufig familiengeführten Tourismusbranche sowie die besondere Unterstützung von kleineren und mittleren Unternehmen, um die Wertschöpfung im Ort zu stärken. Dafür braucht es Entlastungen für unsere Tourismusbetriebe", mahnt Reisenzahn weiterführende konkrete Schritte an.

Der Plan T bleibt, wie auch für die Vorgängerregierung, die Grundlage der Tourismuspolitik für die nächsten Jahre. Dies bedeutet, Wachstum nicht mehr ausschließlich an Nächtigungszuwächsen zu messen. Auch umfasst dies die Weiterentwicklung der Österreich Werbung. „Endlich wird die Messung mittels Tourismus-Satellitenkonten für jedes Bundesland zur Pflicht, und das nach den Standards von WIFO und Statistik Austria“, begrüßt Reisenzahn diesen Schritt in die richtige Richtung.

Auf die Budgetsituation - Stichwort „Budgeterhöhung“ der ÖW - wird allerdings nicht eingegangen. Weiterhin soll es Sonderbudgets geben, vorrangig für nachhaltigen Tourismus im Sinne von Klima- und Umweltschutz sowie zur Digitalisierung. Es soll auch zu einer Neugestaltung der Richtlinien der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) kommen, die ab 2021 in Kraft treten sollen. In der Folge wird die gewerbliche Tourismusförderung mit Fokus auf Familienbetriebe neu ausgerichtet. Es kommt zu einer Zusammenführung der Haftungsrahmen für Tourismusbetriebe auf 575 Mio. Euro sowie zur Schaffung eines mit 50 Mio. Euro dotierten Eigenkapitalfonds. Kapazitätserweiterungen werden weiterhin nur in besonders entwicklungsschwachen Regionen ermöglicht. Finanzielle Unterstützung wird es für umweltzertifizierte Hotels geben, ebenso wie für besonders durch den Klimawandel bedrohte Regionen. Hier soll es in Richtung ganzjähriger Tourismuskonzepte gehen. Auch sollen Maßnahmen zur Vermeidung von Flächenverbrauch durch die Tourismuswirtschaft initiiert werden.

Im Fokus der Regierungsvorhaben liegen auch die Online-Buchungsplattformen. Diese dürfen in Zukunft nur noch Unterkünfte anbieten, die beim Finanzministerium registriert sind.

Bei der Abschreibung dürfte es zu einer Sonderregelung für den Tourismus kommen. Die Abschreibungszeiträume werden im Zuge der Steuerstrukturreform überprüft und an die tatsächlichen Nutzungsdauern anpasst. Bei anderen Unternehmungen sollte die steuerliche Abschreibung von abnutzbaren Anlagegütern an das Unternehmensgesetzbuch im betrieblichen Bereich angeglichen werden. Es kommt zu einer Erhöhung der Freigrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) auf 1.000 Euro, mit dem Ziel einer weiteren Erhöhung auf 1.500 Euro für GWG mit besonderer Energieeffizienz. Weiters soll bei Betriebsübergaben eine zweijährige „grace period“ eingeführt werden, in der es nur zu den nötigsten betrieblichen Kontrollen kommt.

Hinsichtlich der Erbringung von Dienstleistungen durch Mitarbeiter zeichnen sich folgende Schwerpunkte ab: Bei der Entlastung geringer und mittlerer Einkommen wird der Kurs der Vorgängerregierung fortgesetzt. Hier sollen die erste, zweite und dritte Stufe des Einkommensteuertarifs jeweils von 25% auf 20%, von 35% auf 30% und von 42% auf 40% reduziert werden. Die kalte Progression soll mittels einer adäquaten Anpassung der Grenzbeträge für die Progressionsstufen auf Basis der Inflation der Vorjahre unter Berücksichtigung der Verteilungseffekte bereinigt werden. Es kommt auch zu einer Prüfung der Möglichkeiten einer Senkung der Lohnnebenkosten ohne Leistungsreduktion.

Eine langjährige Forderung der Prodinger Beratungsgruppe wird ebenfalls umgesetzt. Es kommt zu einer strukturellen Vereinfachung der Lohnverrechnung (bessere Koordinierung der einzelnen Player: Finanzamt, Gebietskrankenkasse und Gemeinden) und zu einer Harmonisierung der Beitrags- und Bemessungsgrundlage. Weiters soll es zu weniger Komplexität und zu Dokumentationserleichterungen in der Lohnverrechnung kommen. Ein weiterer Punkt des Regierungsprogramms ist eine sinnvolle Reform der Anführung der Dienstgeberabgaben auf dem Lohnzettel.

Die notwendige Reform der Rot-Weiß-Rot Karte wird in Angriff genommen und ein Fokus auf gemeinsame Nutzung und Erneuerung von Mitarbeiterunterkünften gelegt. Die Durchlässigkeit von dualen Ausbildungen bis in den tertiären Bereich wird künftig ebenfalls gefördert. Es kommt auch zu einer Ausweitung des Gewinnfreibetrags für Investitionserfordernisse ab einem Gewinn von 100.000 Euro und zu einer KöSt-Entlastung auf 21%. Weiters soll es zu einer KESt-Befreiung für ökologische Investitionen kommen.

Die Gewinnermittlung bei Unternehmensgesetzbuch-Bilanz und Steuerbilanz werden zusammengeführt. Eine Harmonisierung der Firmenwertabschreibung ist, so Reisenzahn, ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Die geradezu antike Veröffentlichungspflicht in Papierform in der Wiener Zeitung wird ebenfalls abschafft.

Die Förderung der Energieeffizienz und die Einrichtung von Anreizsystemen für Unternehmen zum Ersatz ineffizienter Technologien tragen die klare Handschrift des Grünen Regierungspartners. Bei den künftigen Investitionsprämien liegt der Fokus bei klimaschonenden Technologien. Schließlich kommt es bei den Flugticketabgaben zu Erhöhungen bei Flügen auf der Kurz- und Mittelstrecke.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 6542 736 16 -1644
t.reisenzahn@prodinger.at
www.prodinger-tourismusberatung.at

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