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Einfachere und pauschalierte Abführung der Lohnkosten

Mit der Steuerreform 2015/16 sinkt bei der Lohn- und Einkommensteuer der Einstiegssteuersatz von 36,5 Prozent auf 25 Prozent. Gleichzeitig wird mit der Erhöhung von drei auf sechs Tarifstufen die Progression verflacht. Dieser Effekt bewirkt konkret, dass ein Hotelmitarbeiter in Tirol, der 2015 monatlich netto 1.400 Euro verdient hat, ab 2016 nun 1.475 Euro auf sein Konto überwiesen bekommt. Brutto verdient er dabei 1.985 Euro und der Hotelier muss weitere 615 Euro an Lohnkosten abführen. Somit kostet dieser Mitarbeiter dem Unternehmer insgesamt 2.600 Euro. Durch eine kleine Entlastung beim Insolvenz-Entgeltsicherungsfonds um 0,1 Prozent erspart sich der Arbeitgeber bei diesem Mitarbeiter zwar 1,75 Euro pro Monat, doch bei einer Abgabenlast von 57 Prozent für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist es sehr wenig.

sechs Tarifstufen in der Lohnsteuer

Die Situation ist für eine Mitarbeiterbranche, die auf hochwertigen Dienstleistungen beruht, äußerst unbefriedigend. Die Hotels bringen derzeit wenig Rendite, während die Mitarbeiter selbst dabei zuwenig verdienen. Aus diesem Grund braucht es weitere Strukturreformen innerhalb des Systems. Der Steuerreform 2015/16 sollten daher weitere Schritte für ein zukunftsfähiges Abgabensystem folgen.

Die Staatsfinanzierung ist zu hinterfragen

Zwei Drittel der Finanzierung von Bund, Ländern und Gemeinden profitieren von dieser Besteuerung der menschlichen Arbeit. Zusätzlich hängt das gesamte Sozialsystem an diesen lohnabhängigen Abgaben. Der oben erwähnte Mitarbeiter kostet in seiner produktiven Leistungszeit fast 29 Euro pro Stunde (abzüglich Urlaub, Feiertage, Krankenstand). Ein Industrieroboter schlägt mit 6 Euro pro Stunde zur Buche.

Berechnen Sie die Lohnkosten Ihrer Mitarbeiter für eine Stunde

Lohnkosten_1400

Wenn Leistungen am Gast weiterhin in der für die Tourismusbranche bekannten Qualität sichergestellt werden sollen, dann benötigt es größere Entlastungen des Faktors Arbeit. Eine einfachere pauschalierte Abführung der Lohnkosten wäre ein erster Schritt.

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