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Das „Best of …“ der Umsatzkaiser aus der Ferienhotellerie

Die Analyse der TOP-Ferienhotellerie durch die Prodinger-Experten Manfred Schekulin, Thomas Reisenzahn und Patrick Stoiser dokumentiert deren Stärke

In der Sonder-Ausgabe der T.A.I. „Hoteldokumentation“ vom 10.02.2017 hat Prodinger die 12 Umsatzkaiser aus der österreichischen Ferienhotellerie analysiert. Bei diesem Betriebsvergleich wurden die wirtschaftlichen Ergebnisse der Jahre 2013 bis 2015 miteinander verglichen und bewertet. Aus den Bilanzzahlen wurden Durchschnittswerte für die unterschiedlichen Betriebstypen und Kategorien ermittelt. Mit dieser Kennzahlenanalyse kann die Wettbewerbsposition des eigenen Unternehmens verglichen und notwendige Maßnahmen eingeleitet werden. Somit stellt der Prodinger-Vergleich ein wichtiges Instrument zur Steuerung eines Unternehmens dar. Die Erhebung bezieht sich auf die Ferienhotellerie, die analysierten Betriebe wurden für die T.A.I. Hotel-Dokumentation anonymisiert und in ihre Produktcharaktere eingeteilt.

Diese Betriebe sind die Leuchttürme des österreichischen Tourismus und der eigentliche Benchmark für eine Weiterentwicklung der heimischen Ferienhotellerie. Bei der Beurteilung der finanziellen Stärke der einzelnen
Hotels spielt die Kapitalstruktur eine zentrale Rolle. Folgende Kennzahlen wurden bei der Beurteilung berücksichtigt:

  • Anlageintensität – Diese Kennzahl ermittelt den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen. Die Anlageintensität misst gleichzeitig, wie viel des Gesamtkapitals im Anlagevermögen gebunden ist.
  • Gesamtkapitalrendite – Diese Kennzahl misst die Rentabilität des Gesamtkapitals und gibt an, wie effizient ein Unternehmen das zur Verfügung stehende Gesamtkapital eingesetzt hat. Die Gesamtkapitalrendite berechnet sich aus dem Verhältnis des EGTs (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) + Zinsaufwand zum Gesamtkapital.
  • Fremdkapital/Zimmer – bezeichnet die Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) eines Unternehmens pro Einheit.
  • Umsatz/Zimmer – In den Firmenbuchbilanzen ist jeweils das Rohergebnis ersichtlich. Der Erfahrung von Prodinger nach liegt der Umsatz ca. 20 Prozent über dem Rohergebnis. Diese Kennzahl zeigt die Umsatzleistung pro Zimmer an.
  • Umsatz/Mitarbeiter – Hier wird der Umsatz pro Mitarbeiter gemessen (durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im letzten Wirtschaftsjahr).
  • Personalkosten/MA – Die gesamten Personalkosten werden zur durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl ins Verhältnis gesetzt.
  • MA/Zimmer – Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im letzten Wirtschaftsjahr pro Zimmer.
  • EGT in % – EGT ist die Abkürzung für Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und ist eine Definition der Bilanzierung. Genau genommen ist das EGT eine Zwischenposition der Gewinn- und Verlustrechnung und
    wird auch als Gewinn vor Ertragssteuer bezeichnet.
  • Entschuldungsdauer in Jahren – Zeitdauer, die erforderlich wäre, um aus dem erzielten Cashflow das aushaftende Fremdkapital zur Gänze zu tilgen.
  • Cash-Flow in % des Umsatzes – Der Cash-Flow definiert sich als Saldo der Einzahlungen und Auszahlungen der betrachteten Periode. Erträge und Aufwendungen, die in der Periode nicht zahlungswirksam sind, werden somit nicht berücksichtigt. Dies trifft insbesondere auf Abschreibungen und Zuführungen bzw. die Auflösung von Rückstellungen zu. Für eine aussagekräftige Kennzahl wird der Cash-Flow in % des Umsatzes gemessen.

Für die eigene Analyse und für das Bankengespräch sind weitere Benchmarks und Kennzahlen wichtig:

  • Verhältnis Umsatz zu Finanzverschuldung – Es handelt sich um die Relation des wirtschaftlichen Ertragspotentials eines Unternehmens gegenüber den verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten. Hier gilt: Je höher der Anteil der Finanzverschuldung, desto größer sind die Zinsbelastungen. Die erzielbaren Umsätze sollten daher in einer guten Relation zum eingesetzten verzinslichen Fremdkapital stehen.
  • Verhältnis Cashflow zu Finanzverschuldung – Es drückt die Rückführbarkeit des finanziellen Obligos aus. Je besser der erzielte Cashflow in Relation zum verzinslichen Fremdkapital ist, desto mehr Kraft hat das Hotel, sein Eigenkapital zu stärken, strategische Investitionen umzusetzen und auf kurzfristige Ereignisse zu reagieren.
  • Verhältnis Eigenkapital zu Finanzverschuldung – Der Wert der Hotelimmobilie und der dazugehörigen Infrastruktur sollte in einem angemessenen Verhältnis zum verzinslichen Fremdkapital stehen. Etwaige stille Reserven aus dem Anlagevermögen sind gemäß dessen tatsächlichen Marktwerten und mit kaufmännischer Vorsicht zu bewerten und in die Beurteilung einzubeziehen.

Klicken Sie hier für den vollständigen Beitrag der Prodinger Tourismusberatung mit den Kennzahlen und Benchmarks der österreichischen Ferienhotellerie.

Klicken Sie hier für die gesamte Hoteldokumentation der TAI.

Artikel auf TAI Tourist. Austria. International

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