WhatsApp

Aktuelles

Presseaussendungen, Pressemeldungen, Fachartikel, Veranstaltungen und Steuernews. Das alles sollten Sie nicht versäumen!

Presseaussendungen

Donnerstag, 08. Oktober 2020

Raus aus Corona – Vorschläge zur Absicherung von Tourismusbetrieben

Wien (OTS) - Viele Tourismusbetriebe haben in der Corona-Krise ihre Sicherheit in Planung und Betriebsführung verloren. Und derzeit ist nicht abzusehen, wann die Betriebe diese zurückerlangen können. Daher gilt es, die finanzielle Situation der Unternehmen durch Stärkung der Eigenkapitalbasis rasch zu verbessern. Dies ist einer der zentralen Vorschläge zur Absicherung von Tourismusbetrieben, die Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung, am Donnerstag Nachmittag anhand eines von Prodinger erarbeiteten Thesenpapiers dem Tourismusausschuss des Nationalrates präsentierte.

„Eigenkapital-Stärkung“, das Gebot der Stunde!

"Die Eigenkapitalquoten der österreichischen Unternehmen werden sich in den nächsten Monaten weiter verschlechtern. Deshalb wäre eine Stärkung gerade jetzt ein Überlebenselixier“, betonte Reisenzahn in seinem Vortrag. Das geringe Eigenkapital ist zum Teil durch niedrige Buchwerte der Hotelliegenschaft bei erheblichen stillen Reserven bedingt. Aus dieser Bilanzsituation heraus gab es bereits in den letzten sechs Monaten Schwierigkeiten bei Überbrückungsfinanzierungen oder dem Fixkostenzuschuss. Auch wird das Bilanzbild durch die Krise so negativ verändert, dass eine strukturell sinnvolle Betriebsnachfolge nicht mehr möglich erscheint. „Aufgrund der Tatsache, dass in den Bilanzen Buchwerte dargestellt werden, entspricht die Darstellung oft nicht den tatsächlichen Verhältnissen. Ganz besonders nicht, wenn die Betriebe bzw. der Besitz schon lange im Familienbesitz sind“, stellte Reisenzahn fest.

Aufwertung auf den Verkehrswert

Eine Aufwertungsoption auf den Verkehrswert der Liegenschaften sollte unbedingt eingeführt werden. Damit ließen sich richtigere Werte in den Jahresabschlüssen darstellen. Hier schlägt Prodinger eine befristete Übergangsregelung bis 31.12.2022 vor, wonach das Vermögen mit dem Viertel-Steuersatz begünstigt aufgewertet werden kann und die Bilanzen das echte Eigenkapital aufweisen. Dies würde die Bonität stärken und langfristig die Abschreibungsbasis erhöhen!

Betriebsübergaben

Für die vielen anstehenden Betriebsübergaben wäre eine solche Aufwertungsoption eine wesentliche Erleichterung. Ähnlich dem Abschmelzmodell der deutschen Erbschaftsteuer sollte die Steuerbelastung aus der Aufwertung überhaupt wegfallen, wenn der Betrieb zumindest 7 Jahre vom Nachfolger fortgeführt wird.

Betriebliche Exit-Szenarien steuerlich ermöglichen

Eine Betriebsaufgabe ist oft mit hohen steuerlichen Belastungen verbunden (Versteuerung stiller Reserven), sodass "Zombieunternehmen" noch jahrelang fortgeführt und die gesunden Unternehmen preislich massiv unterboten werden. Der Prodinger-Vorschlag sieht eine befristete Regelung vor, die zur notwendigen Strukturbereinigung eine steuerfreie Betriebsaufgabe bis 31.12.2022 ermöglicht. Dies stärkt die lebensfähigen Betriebe und verhindert Insolvenzen. Ab 1.1.2023 soll die Betriebsaufgabe mit einem Viertel-Steuersatz belastet sein. (Derzeit ist lediglich bei Steuerpflichtigen über 60 Jahren und kompletter Einstellung der Erwerbstätigkeit der halbe Einkommensteuersatz möglich).

Eigenkapital nicht länger steuerlich benachteiligen

Ein weiterer Grund für die geringe Eigenkapitalquote in der Hotellerie besteht darin, dass Fremdkapital, also Kredite, steuerlich bevorzugt wird. So kann ein Unternehmer die Kosten des Kredites steuermindernd absetzen. Setzt der Unternehmer allerdings sein eigenes Geld ein, so muss er höhere Steuern zahlen. Die Regierung sollte daher nicht nur die Zinsen auf Fremdkapital, sondern auch eine marktübliche Verzinsung des Eigenkapitals steuerlich abzugsfähig machen.

Keine Ungleichbehandlung von Zinsen beim Empfänger

Unternehmer und Privatpersonen sind bereit, in die Hotellerie zu investieren. Viele Unternehmer möchten ihren eigenen Betrieb stärken. Wer aber sein Kapital einbringt, wird steuerlich benachteiligt: Wer bspw. Geld in Staatsanleihen investiert zahlt 27,5 % Kapitalertragssteuer (KESt). Für die Zinsen aus einem dem Betrieb hingegebenen Privatdarlehen müssen Anleger hingegen die volle Einkommensteuer, also bis zu 55 %, bezahlen. Ein Privatdarlehen sollte daher ebenfalls mit 27,5 % besteuert werden. Diese Regelung käme allen Wirtschaftsbetrieben zugute.

Rechtsformneutralität der Besteuerung nicht entnommener Gewinne

Für Gewinne in Kapitalgesellschaften fallen 25 % Körperschaftsteuer (KÖSt) an und bei der Gewinnausschüttung 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt). Auch bei Einzelunternehmern und Personengesellschaften sollten die im Unternehmen verbleibenden Gewinne mit 25 % besteuert und erst bei einer Entnahme ins Privatvermögen ähnlich der KESt bei Kapitalgesellschaften behandelt werden.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Montag, 28. September 2020

Prodinger-Studie zeigt alarmierende Umsatzeinbrüche in der Hotelbranche auf

Wien (OTS) - Im Durchschnitt verliert jedes Hotel in Österreich im Zeitraum Mai bis Oktober 2020 zwischen 130.000 und 150.000 Euro an Umsatz. Dies entspricht einem kumulierten Einnahmeausfall von rund 2,2 Milliarden Euro in diesem Zeitraum, geht aus einer aktuellen Szenarienanalyse der Prodinger Tourismusberatung hervor. Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) hatte die Prodinger Beratungsgruppe beauftragt, verschiedene Szenarien zur kommenden Wintersaison 2020/21 zu erstellen.

Bereits im April 2020 wurden von Prodinger drei Szenarien („Best Case“, „Bad Case“ und „Worst Case“) durchgespielt. Dank eines guten Monats August wurde bei den Nächtigungen die Prognose mit dem Best Case fast punktgenau erreicht (Zwischenergebnis Mai bis August 2020: minus 33 Prozent; Prodinger-Prognose: minus 34,4 Prozent). Ähnliches gilt auch für die Umsatzzahlen: Prodinger prognostizierte ein Minus von 42,2 Prozent, das Ist-Zwischenergebnis für den Sommer (Mai bis Juli) liegt bei minus 44,1 Prozent. „Damit bestätigen die vorliegenden Ist-Werte unsere bisherigen Prognoseberechnungen. Das Best Case-Szenario wird aber nicht zu halten sein. Es sind wirklich alarmierende Umsatzrückgänge in der Hotellerie zu erwarten. Durch die anhaltenden Reisewarnungen gehen wir davon aus, dass für die kommenden Monate ein schlechteres Szenario realistisch ist“, erklären die Studienautoren Thomas Reisenzahn und Marco Riederer von der Prodinger Beratungsgesellschaft. „Covid-19 wird die Branche im Winter 2020/21 nachhaltig schwächen, eine Erholung ist nicht zu erwarten.“ Die Nachfrage-bedingten negativen Effekte werden, so die Experten, automatisch zu einer schlechteren Preisdurchsetzung für die kommende Wintersaison führen.

Im einzelnen geht die Prodinger-Szenarienanalyse davon aus, dass im Winter 2020/21 das Geschäft mit den Auslandsgästen wegen des weltweit anhaltenden Infektionsrisikos um 45 Prozent unter dem Nächtigungsniveau der Saison 2018/19 liegen wird („Worst Case“). In einem Bad Case gibt es im Jänner 2021 zwar wieder Lockerungsschritte, diese sind jedoch nur sehr langsam möglich und es bleiben bis ins Frühjahr 2021 hinein erhebliche Einschränkungen bestehen. Der Binnentourismus bleibt recht stabil. Der Nächtigungsrückgang fällt nicht so drastisch aus, es ist jedoch auch in diesem Fall mit einer massiv verschärften Rezession und einem BIP-Verlust zu rechnen.

In einem ebenfalls durchgespielten Best Case Szenario verflüchtigt sich der aktuelle Anstieg an Coronafällen und es kehrt, den Umständen entsprechend, wieder „Normalität“ ein. Die Grenzen bleiben weitgehend offen und es werden keine oder kaum Reisewarnungen ausgesprochen. 2022 würde der Inlandstourismus wieder das volle Niveau von 2019 erreichen, das Auslandsgeschäft allerdings nur 70 Prozent des Wertes von 2019. Eine komplette Rückkehr der Performance auf Vorkrisen-Niveau wäre auch im Best Case frühestens 2023 bis spätestens 2025 zu erwarten (alles unter der Voraussetzung, dass keine erneute Verschlechterung des Pandemieverlaufs eintritt).

Im Szenarienvergleich gehen die Gesamtnächtigungen im Winter 2020/21 (von 73 Millionen im Winter 2018/19) auf 66 Millionen (Best Case), 60,5 Millionen (Bad Case) und 44,7 Millionen (Wort Case) zurück. Die für den Worst Case errechneten Daten wären betriebswirtschaftlich nicht mehr zu verkraften. Allein in der kommenden Wintersaison würden sie einen weiteren Einkommensverlust von 34 Prozent bedeuten. Insbesondere im Städtetourismus scheinen „die fetten Jahre mit Rekordzuwächsen“ vorbei zu sein, fasst Riederer zusammen. „Daher ist es wichtig, die touristischen Unternehmerinnen und Unternehmer in dieser schwierigen Krise zum Wohle aller weiterhin zu unterstützen.“

Für [ihre Analyse] (https://www.ots.at/redirect/tourismusberatung.prodinger1) haben die Prodinger Tourismusberater das gesamte Beherbergungswesen herangezogen, in der Summer rund 16.000 Unternehmen mit 120.670 Beschäftigten. Alle Betriebe verfügen über eine aktive Gewerbeberechtigung.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Mittwoch, 05. August 2020

Letzte Chance auf Direktbuchung

Wien (OTS) - Entgegen allen optimistischen Annahmen haben Direktbuchungen in der Hotellerie weiter abgenommen. Jetzt scheint jedoch der Moment für eine Trendwende günstig. Die aktuelle Verunsicherung der Gäste eröffnet den Hotels eine realistische Chance, durch Authentizität und aktive Kommunikation den Buchungsplattformen ein Schnippchen zu schlagen.

Die Hotellerie wurde von der Pandemie besonders hart getroffen und es ist ungewiss, ob sie in den nächsten drei Jahren das Rekordergebnis von 2019 wieder erreichen kann. Die Vertriebskanäle werden sich indes weiterentwickeln und die Provisionsaufwendungen zulasten des operativen Betriebsergebnisses weiter steigen. Denn schon lange sind die Beherberger, die in dieser Dienstleistungskette das höchste Risiko tragen, mit einer wachsenden Marktmacht der globalen Online-Reservierungsplattformen konfrontiert.

Buchungsplattformen zuletzt weiter im Aufwind

Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und rechtzeitig die richtigen Schritte im Preismanagement setzen, damit Online Travel Agencies (OTAs) wie Booking.com und Expedia nicht als einzige langfristig Kapital aus der Krise schlagen. Die letztjährigen Diskussionen rund um Booking.Basic und Sponsored Discounts belegen eindrucksvoll, dass sich Booking.com von der seit 2017 untersagten Bestpreisgarantie nie verabschiedet hat. „Booking ist mit dem Versprechen des besten Preises fest in den Köpfen der Gäste verankert und nutzt diese Marktmacht immer wieder aus!“, stößt es Marco Riederer von der Prodinger Tourismusberatung sauer auf, wenn er daran denkt, dass Booking zu Beginn der Coronakrise von den Hoteliers gefordert hatte, auf ihnen zustehende Stornogebühren zu verzichten.

Die zunehmende Macht der OTAs spiegelt sich auch in der alle zwei Jahre stattfindenden HOTREC-Erhebung über den europäischen Hotelmarkt wider, wonach zwischen 2013 und 2019 der Anteil der Online-Buchungsportale im europäischen Hotelvertrieb kontinuierlich von 19,7% auf 29,9% gestiegen ist. Gleichzeitig ist der Anteil der Direktbuchungen in ganz Europa um mehr als 10 Prozentpunkte auf 45,5% zurückgegangen.

Transparenz, Authentizität und Sicherheit als Vorteil

Nach der Angst um den Kontrollverlust sowie einer damit einhergegangenen Schockstarre und Panik haben sich viele Werte und Grundorientierungen verschoben. Gäste suchen daher bereits online nach einem Mehr an Sicherheit und investieren viel Zeit in die Urlaubsrecherche.

"Urlaubsfreudige Gäste nehmen sich jetzt noch mehr Zeit, Informationen über potentielle Urlaubsorte und Hotels im Internet zu suchen. Im Fokus stehen dabei neben lockeren Stornobedingungen vor allem die Themen Sicherheit und Hygienemaßnahmen“, stellt Riederer fest und ergänzt: „Wenn wir den Vertrieb künftig nicht vollständig aus der Hand geben wollen, dann ist jetzt die letzte Chance dafür. Gäste verbringen mehr Zeit online und recherchieren mehr als vor der Krise. Wenn sie auf der Hotelwebsite landen oder uns bereits kontaktieren, dann dürfen wir sie nicht mehr loslassen!“.

Für die Hotellerie stellt sich die Frage, wie der Hotelbetrieb in Hinblick auf diese Entwicklungen zu organisieren ist und wie diese Themen online greifbar gemacht und kommuniziert werden können.

Folgende Kommunikationspunkte sind anhand der Customer Journey zu überdenken:

  • Physische Kontaktreduktion (größere Menschenansammlungen verhindern)
  • Auflistung der Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Gäste
  • Hygienemaßnahmen und Schulungen im Hotel kommunizieren (Mund-/Nasenschutz, Desinfektionsmittel, Glasschutz, …)
  • Lockerung der Buchungskonditionen und Stornobedingungen

Bestehende Preis- und Vertriebsstrategie hinterfragen

Hoteliers sollten die durch das Coronavirus verursachten Auslastungsrückgänge und die dadurch unfreiwillig gewonnene Zeit nützen, um Ihre Vertriebs- und Preisstrategie zu überprüfen und sich intensiv und bestmöglich auf die mit Sicherheit wiederkehrende Nachfrage vorzubereiten Denn wenn der Mehrwert der Direktbuchung nicht klar ersichtlich ist, dann bleibt die Verlockung der OTAs sehr stark. Die Prodinger Tourismusberatung analysiert die bestehende Preis- und Vertriebsstrategie von Hotelbetrieben und erarbeitet gemeinsam mit dem Betrieb eine zukunftsfitte Revenue Management und e-Commerce Strategie mit klaren Handlungsaufforderungen.

Zu den Aufgaben des Revenue Managements zählen detaillierte Prognosen, eine enge Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Abteilungen sowie eine zielführende Segment- und Zimmerkategorien-Strategie. In Zeiten mit geringerer Nachfrage und sinkenden Umsätzen ändert sich der Fokus schnell. Revenue Management allein kann die Krise nicht abwenden. Es ist aber wichtig für den Erfolg eines Hotels, weil es eine realistische Einschätzung der Marktentwicklung ermöglicht.

Prodinger Tourismusberatung
Marco Riederer
+43 1 890 730 9
m.riederer@prodinger.at

Artikel aufrufen
Mittwoch, 08. Juli 2020

In der Ferienhotellerie wird wieder investiert - Reisenzahn: Bauvorhaben liegen konkret auf dem Tisch

Wien (OTS) - Wie rasch eine Branche außer Schritt und Tritt kommen kann, haben uns die letzten Monate schonungslos gezeigt. Vor dem Hintergrund dieses beispiellosen Absturzes ist es schon ein sehr starkes Zeichen für den Standort Österreich, dass die ersten Betriebe - insbesondere aus der Ferienhotellerie - wieder an die nächsten Investitionen denken.

Der brutale Dämpfer, verbunden mit plötzlichem Nieder- und allmählichem Hochfahren der Betriebe, hat zwangsläufig die Investitions-Volumina verringert. Aber viele Bauvorhaben liegen konkret auf dem Tisch und nicht mehr nur in den Schubladen, zeigt sich Thomas Reisenzahn, GF der Prodinger Tourismusberatung, durchaus optimistisch: „Die Anfragen an unser Beraterteam haben in den vergangenen Wochen stark zugenommen“.

Die am Dienstag im Nationalrat beschlossene neue degressive Abschreibungsform bringt den Investoren zu Beginn Steuervorteile und damit eventuell mehr Liquidität. Ebenfalls beschlossen wurde die siebenprozentige Investitionsprämie, mit der die Regierung Anreize für Hotelbetriebe schaffen und damit deren Investitionsneigung positiv beeinflussen möchte. Diese Invest-Prämie gilt für Investitionen, die ab 01. August 2020 gesetzt werden. Gefördert werden materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen.

Der jüngste Prodinger-Report „[Hotelzimmer & Gäste] (https://www.ots.at/redirect/tourismusberatung.prodinger)“ befasst sich eingehend mit unterschiedlichen Trends für Hoteleinrichtungen und Umbaumaßnahmen im Post-Corona Zeitalter. Die Prodinger Beratungsgruppe unterstützt von Beginn an Hotelbetriebe bei der Umsetzung von Bauvorhaben, insbesondere beim Förderwesen, in der Planung sowie bei Strategie und Investitionsbegleitung. Im Hoteldesign, so Reisenzahn abschließend, ist unbedingt auf die «3 F» zu achten. Das Motto dazu lautet: absolute Flexibilität, Funktionalität und Flächeneffizienz (mit den nötigen, Corona-bedingten Abständen in der Einrichtung). Bei künftigen Investitionen in der Hotellerie gehe es also um die passende Funktionalität bei überschaubaren Kosten.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Freitag, 12. Juni 2020

Bitte nicht auf Beherbergung vergessen!

Wien (OTS) - Die Bundesregierung hat eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke auf den Weg gebracht. Dieser reduzierte Mehrwertsteuersatz soll von Juli bis zum Ende des Jahres gültig sein. Leider wurde der Beherbergungssatz vergessen!

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen und Getränke ist sehr zu begrüßen. In der Gastronomie bedeute das konkret, dass die Steuer auf Speisen von zehn, bei Getränken von 20 auf fünf Prozent gesenkt wird. Der verringerte Satz sollte auch auf Übernachtungen (Logis-Beherbergung) zur Anwendung kommen.

Umsatzsteuerlich erbringt das Hotelunternehmen eine Reihe von Leistungen, die sonst in Zukunft mit verschiedenen Steuersätzen zu versteuern sind. "Die Aufteilung des Preises in die unterschiedlichen Leistungskomponenten stellt das Hotel dabei vor eine fast unlösbare Aufgabe." fasst Marco Riederer von der Prodinger Tourismusberatung zusammen. Das gilt auch dann, wenn Zusatzleistungen zugekauft und nicht direkt im Hotel erbracht werden.

Die Covid-19 Maßnahmen in anderen Ländern sind dadurch gekennzeichnet, dass maßgebliche Konkurrenzmärkte die Mehrwertsteuer ebenfalls im Beherbergungsbereich gesenkt haben, insbesondere Deutschland (5 %) aber auch direkte Mitbewerber im Nicht-EU-Raum, wie die Schweiz mit einer ermäßigten Mehrwertsteuer von 3,7 % auf Beherbergung. Die Differenz der Nettoeinnahmen zwischen einem Hotel in Österreich und einem Hotel in Deutschland beträgt 6,26 Prozent.

In der Schweiz ist es außerdem grundsätzlich möglich, Packages (Skipackages, Kulturpackages, etc.) zum Sondersatz für Beherbergung von 3,7 Prozent abzurechnen. Voraussetzung dafür ist, dass der kalkulatorisch nachweisbare Anteil der Beherbergung in einem Package 70 Prozent oder mehr beträgt.

Bei den Corona-bedingten Umsatzeinbußen für die Hotels hat die Prodinger Gruppe ein Minus von 2,8 bzw. 3,3 Milliarden Euro errechnet. Erschwerend kommt hinzu, dass auf Grund der geringeren Auslastung auch die Preise unter Druck geraten. "Österreich darf keinen weiteren Wettbewerbsnachteil gegenüber vielen Staaten in einer solchen Situation erfahren, insbesondere da die meisten Gäste im Tourismus Privatgäste sind und damit keinen Vorsteuerabzug haben.", so Thomas Reisenzahn (Prodinger Tourismusberatung).

Die Prodinger Beratungsgruppe präsentierte diese Woche [konkrete Maßnahmen für die Hotellerie] (https://www.ots.at/redirect/tourismusberatung1) im parlamentarischen Tourismusausschuss.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 6542 736 16 -1644
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Freitag, 15. Mai 2020

Tourismus nach Corona: Die Öffnung von Attraktionen als Lebensader

Wien (OTS) - Das unerschöpfliche Kulturangebot zieht Touristen nach Wien. Museen öffnen wieder die Tore, doch unter welchen Bedingungen? Wann darf wieder ein Theater besucht werden? Das Start-Up GET LOCAL hilft Wiener Hotels, auch in unsicheren Zeiten den Gästen sichere Auskunft und einen gesicherten Zugang zu geben.

Die Mitteilung der Bundesregierung, dass Hotellerie, Gastronomie und Freizeitbetriebe unter bestimmten Auflagen wieder öffnen dürfen, lässt den österreichischen Tourismus aufatmen. Unterschiedliche Wiedereröffnungs-Daten, Zugangsbeschränkungen und abweichende Bedingungen, unter denen ein Schloss Schönbrunn, der Tiergarten, oder die Albertina wieder besucht werden dürfen, sorgen jedoch für Verwirrung. „Zu einem erstklassigen Hotel-Gästeservice gehören zuverlässige Auskünfte zur Erkundung der Stadt dazu. Gäste werden Sicherheit suchen, Informationen dürfen nicht fehlerhaft sein oder das Hotel wird direkt darunter leiden“, erläutert Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer in der Prodinger Beratungsgruppe.

Das Start-up GET LOCAL steht der Hotellerie bei der Bewältigung dieser großen Herausforderung unterstützend zur Seite. Durch den ständigen Kontakt und die bereits realisierten Schnittstellen mit Museen, Theatern, Tierparks und Restaurants werden der Wiener Hotellerie aktuelle Informationen rund um die COVID-19-Auflagen und Beschränkungen digital zur Verfügung gestellt und ständig aktualisiert. Einfach und schnell können sich Hotels über den Status informieren und somit touristische Aktivitäten zuverlässig vermarkten. „Kein Gast wünscht den Weg zum Museum auf sich zu nehmen, um dann zu erfahren, dass das Besucherlimit bereits erreicht ist. Direkte Buchbarkeit und Ticketerstellung via GET LOCAL sind enorme Vorteile für den Gast“, informiert Marco Riederer, Leiter Revenue Management und e-Commerce der Prodinger Tourismusberatung. „Dank Schnittstellen in die Systeme der Leistungserbringer können Verfügbarkeiten in Echtzeit abgebildet und Gästeströme mit unserer digitalen Concierge-Buchungsplattform gesteuert werden. Bei kleineren Unternehmen können wir Time-Slots und Kontingente abbilden“, fügt Stefan Neukom, Gründer und Geschäftsführer des Start-ups, hinzu.

Gerade auch vor dem Hintergrund eines verminderten Gästeaufkommens für die nähere Zukunft müssen Hotels vermehrt nach neuen Einnahmequellen suchen. GET LOCAL bietet das optimale Tool, um den Umsatz des Hotels durch Zusatzverkäufe an der Rezeption zu erhöhen. Touristen dürfen sich über zuverlässige Auskunft freuen und die einzigartigen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Attraktionen der Kaiserstadt fast wie in alten Zeiten genießen. Damit kann sich die Stadt Wien weltweit als sichere und kulturaffine Destination attraktiv positionieren.

Über GET LOCAL

GET LOCAL entwickelt und betreibt digitale Concierge-Service-Gesamtlösungen für Hotels. Über einen maßgeschneidert auf die Destination kuratierten digitalen Marktplatz und Online-Buchungsplattformen verkaufen Hotels an ihre Gäste bequem Services, Aktivitäten und exklusiv ausgehandelte Erlebnis-Packages lokaler Partnerfirmen. GET LOCAL wird in Zürich, Basel und Wien bereits von über 50 Premium-Hotels und Serviced-Apartments-Anbietern genutzt. Weitere Destinationen im DACH-Raum sind noch für 2020 geplant. [getlocal.ch] (http://www.getlocal.ch)

Stefan Neukom
Geschäftsführer Get Local AG
Tel: +41 75 400 58 58
stefan.neukom@getlocal.ch

Thomas Reisenzahn
Geschäftsführer Prodinger Tourismusberatung
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Sonntag, 19. April 2020

Wie verändert die Post-Corona Gesellschaft unsere Hotels?

Wien (OTS) - Insbesondere seit den gravierenden Einschnitten der Covid-19 Krise hat sich bestätigt, dass die Hotellerie nicht nur ein Schönwetter-Geschäft ist. Wir werden noch Monate mit den Auswirkungen dieser Pandemie konfrontiert sein – doch eines ist gewiss: Die Zeit danach wird kommen und aktuell sind Inspirationen und Denkanstöße für die Unternehmensstrategie von morgen die „Causa prima“ im Hotelmanagement.

Ein Ergebnis, das gleichsam von heute auf morgen die gesamte Normalität radikal verändert, wird mit Sicherheit auch das touristische Produkt in der Hotellerie nachhaltig beeinflussen und mitunter sogar neu definieren. Plötzlich wird alles in Frage gestellt! Soziale Verzichte, die materielle Detox-Phase und die Solidarität zu den Mitmenschen werden einen noch nie da gewesenen Paradigmenwechsel einleiten.

Speziell im Marketing müssen Gäste in Zukunft ganz anders angesprochen werden. Die Corona-Krise wird deren Grundgerüst an Werten und Lebenseinstellungen zwar nicht verändern, bereits vorhandene Ausprägungen werden aber eher verstärkt. Vor allem die Diskussion über Globalisierung sowie die Themen Zusammenhalt, Verantwortung, Gemeinschaft und Familie werden in Zukunft die touristischen Werbeaussagen prägen. Weiters ist davon auszugehen, dass die Krise zu einem Turbo für den Klimaschutz wird.

Trendreport Hotelzimmer & Gäste

Im brandneuen Trendreport „Hotelzimmer & Gäste“ haben wir die Sichtweise von Kunden eingefangen und uns intensiv damit beschäftigt, was sich Gäste von einem Hotel bzw. einem Hotelzimmer eigentlich erwarten. Soll es nachhaltig & reduziert, chic & stylisch oder vor allem technologisch & smart sein?

Basierend auf den von INTEGRAL konzipierten Sinus-Milieus®, also Menschen mit ähnlichen Werten, Lebensstilen und ästhetischen Vorlieben, haben Spezialisten aus den Bereichen Design, Marketing, Architektur und Hotellerie verschiedene Hotelformen und Zimmer für Zielgruppen aus den unterschiedlichen Milieus konzipiert.

Fakt ist, dass es oft vorkommt, dass Einrichtungsstil oder Hotelphilosophie nicht zur Zielgruppe passen. Was für den einen Gast ein absolutes „Muss“ darstellt, ist für den anderen überflüssig. Die Bedürfnisse und Erwartungen der Gäste werden in der Folge oftmals nicht erfüllt, was zu Unzufriedenheit führt.

Für die Hotellerie stellt sich dabei die Frage, wie ein Betrieb mit den geänderten Gästeanforderungen einer Post-Corona Gesellschaft umgeht. Nur wer Dienstleistungen und Innovationen mit den Gästeansprüchen bestmöglich verknüpft, wird sich nach der Krise am Markt behaupten. Um Gäste von der Hotelphilosophie und der dazu passenden architektonischen Ausgestaltung zu überzeugen, ist es essentiell, die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe zu kennen. Denn diese unterscheiden sich weitgehend.

Die eine Gästegruppe favorisiert ein loft-artiges Zimmer mit gradlinigem Design, dunklen Materialien und den neuesten digitalen Lösungen. Das Smartphone und Tablet ständig parat zu haben ist für diese Gäste wichtig. Sie wünschen ausreichend Lademöglichkeiten und bequeme Sitzmöbel zum Surfen und Arbeiten. Andere wiederum lieben ausgefallenes, bunteres Design und fühlen sich nur mit exklusiven Materialien wohl. Zu viele und zu innovative digitale Lösungen überfordern sie.

Eine Leseprobe aus unserem neuen Trendreport „Hotelzimmer & Gäste“ ist [unter folgendem Link ab sofort zum Download] (https://www.ots.at/redirect/Leseprobe1) verfügbar.

Hotelzimmer & Gäste | Prodinger Beratungsgruppe | Frühjahr 2020 | 128 Seiten Der gedruckte Report kann um 79 Euro zzgl. MwSt. unter [tourismusberatung@prodinger.at] (mailto:tourismusberatung@prodinger.at) bestellt werden

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 1 890 703 9
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Freitag, 03. Januar 2020

Regierungsprogramm: Positive Nachrichten für den Tourismus

Wien (OTS) - Der Tourismus wird im mehr als 300 Seiten starken Programm der türkis-grünen Bundesregierung auf sieben Seiten behandelt. "Die auf diesen Seiten angeführten Punkte werden sehr abstrakt beschrieben und müssen noch konkretisiert werden", stellt Thomas Reisenzahn, GF der Prodinger Tourismusberatung, bei einer ersten Durchsicht der soeben vorgelegten großen Vorhaben der neuen österreichischen Regierung fest.

Die Bundesregierung bekennt sich in ihrem Papier „Aus Verantwortung für Österreich“ grundsätzlich dazu, im Zuge einer geplanten Steuerstrukturreform Mitarbeiter spürbar zu entlasten und das Steuersystem zu vereinfachen. "Ausdrückliches Ziel der neuen Regierung ist der Erhalt einer kleinteiligen und häufig familiengeführten Tourismusbranche sowie die besondere Unterstützung von kleineren und mittleren Unternehmen, um die Wertschöpfung im Ort zu stärken. Dafür braucht es Entlastungen für unsere Tourismusbetriebe", mahnt Reisenzahn weiterführende konkrete Schritte an.

Der Plan T bleibt, wie auch für die Vorgängerregierung, die Grundlage der Tourismuspolitik für die nächsten Jahre. Dies bedeutet, Wachstum nicht mehr ausschließlich an Nächtigungszuwächsen zu messen. Auch umfasst dies die Weiterentwicklung der Österreich Werbung. „Endlich wird die Messung mittels Tourismus-Satellitenkonten für jedes Bundesland zur Pflicht, und das nach den Standards von WIFO und Statistik Austria“, begrüßt Reisenzahn diesen Schritt in die richtige Richtung.

Auf die Budgetsituation - Stichwort „Budgeterhöhung“ der ÖW - wird allerdings nicht eingegangen. Weiterhin soll es Sonderbudgets geben, vorrangig für nachhaltigen Tourismus im Sinne von Klima- und Umweltschutz sowie zur Digitalisierung. Es soll auch zu einer Neugestaltung der Richtlinien der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) kommen, die ab 2021 in Kraft treten sollen. In der Folge wird die gewerbliche Tourismusförderung mit Fokus auf Familienbetriebe neu ausgerichtet. Es kommt zu einer Zusammenführung der Haftungsrahmen für Tourismusbetriebe auf 575 Mio. Euro sowie zur Schaffung eines mit 50 Mio. Euro dotierten Eigenkapitalfonds. Kapazitätserweiterungen werden weiterhin nur in besonders entwicklungsschwachen Regionen ermöglicht. Finanzielle Unterstützung wird es für umweltzertifizierte Hotels geben, ebenso wie für besonders durch den Klimawandel bedrohte Regionen. Hier soll es in Richtung ganzjähriger Tourismuskonzepte gehen. Auch sollen Maßnahmen zur Vermeidung von Flächenverbrauch durch die Tourismuswirtschaft initiiert werden.

Im Fokus der Regierungsvorhaben liegen auch die Online-Buchungsplattformen. Diese dürfen in Zukunft nur noch Unterkünfte anbieten, die beim Finanzministerium registriert sind.

Bei der Abschreibung dürfte es zu einer Sonderregelung für den Tourismus kommen. Die Abschreibungszeiträume werden im Zuge der Steuerstrukturreform überprüft und an die tatsächlichen Nutzungsdauern anpasst. Bei anderen Unternehmungen sollte die steuerliche Abschreibung von abnutzbaren Anlagegütern an das Unternehmensgesetzbuch im betrieblichen Bereich angeglichen werden. Es kommt zu einer Erhöhung der Freigrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) auf 1.000 Euro, mit dem Ziel einer weiteren Erhöhung auf 1.500 Euro für GWG mit besonderer Energieeffizienz. Weiters soll bei Betriebsübergaben eine zweijährige „grace period“ eingeführt werden, in der es nur zu den nötigsten betrieblichen Kontrollen kommt.

Hinsichtlich der Erbringung von Dienstleistungen durch Mitarbeiter zeichnen sich folgende Schwerpunkte ab: Bei der Entlastung geringer und mittlerer Einkommen wird der Kurs der Vorgängerregierung fortgesetzt. Hier sollen die erste, zweite und dritte Stufe des Einkommensteuertarifs jeweils von 25% auf 20%, von 35% auf 30% und von 42% auf 40% reduziert werden. Die kalte Progression soll mittels einer adäquaten Anpassung der Grenzbeträge für die Progressionsstufen auf Basis der Inflation der Vorjahre unter Berücksichtigung der Verteilungseffekte bereinigt werden. Es kommt auch zu einer Prüfung der Möglichkeiten einer Senkung der Lohnnebenkosten ohne Leistungsreduktion.

Eine langjährige Forderung der Prodinger Beratungsgruppe wird ebenfalls umgesetzt. Es kommt zu einer strukturellen Vereinfachung der Lohnverrechnung (bessere Koordinierung der einzelnen Player: Finanzamt, Gebietskrankenkasse und Gemeinden) und zu einer Harmonisierung der Beitrags- und Bemessungsgrundlage. Weiters soll es zu weniger Komplexität und zu Dokumentationserleichterungen in der Lohnverrechnung kommen. Ein weiterer Punkt des Regierungsprogramms ist eine sinnvolle Reform der Anführung der Dienstgeberabgaben auf dem Lohnzettel.

Die notwendige Reform der Rot-Weiß-Rot Karte wird in Angriff genommen und ein Fokus auf gemeinsame Nutzung und Erneuerung von Mitarbeiterunterkünften gelegt. Die Durchlässigkeit von dualen Ausbildungen bis in den tertiären Bereich wird künftig ebenfalls gefördert. Es kommt auch zu einer Ausweitung des Gewinnfreibetrags für Investitionserfordernisse ab einem Gewinn von 100.000 Euro und zu einer KöSt-Entlastung auf 21%. Weiters soll es zu einer KESt-Befreiung für ökologische Investitionen kommen.

Die Gewinnermittlung bei Unternehmensgesetzbuch-Bilanz und Steuerbilanz werden zusammengeführt. Eine Harmonisierung der Firmenwertabschreibung ist, so Reisenzahn, ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Die geradezu antike Veröffentlichungspflicht in Papierform in der Wiener Zeitung wird ebenfalls abschafft.

Die Förderung der Energieeffizienz und die Einrichtung von Anreizsystemen für Unternehmen zum Ersatz ineffizienter Technologien tragen die klare Handschrift des Grünen Regierungspartners. Bei den künftigen Investitionsprämien liegt der Fokus bei klimaschonenden Technologien. Schließlich kommt es bei den Flugticketabgaben zu Erhöhungen bei Flügen auf der Kurz- und Mittelstrecke.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn
+43 6542 736 16 -1644
t.reisenzahn@prodinger.at
www.prodinger-tourismusberatung.at

Artikel aufrufen
Dienstag, 03. Dezember 2019

Härtetest für Österreichs Hotellerie

Wien (OTS) - Antworten darauf liefert die in erstmalig erschienene Dokumentation T.A.I. Analytics powered by Prodinger. Anhand der Jahresabschlüsse und Lageberichte von über 100 österreichischen Hotelunternehmen wurden jeweils die Top-10 von 17 verschiedenen Kennzahlen ermittelt und namentlich angeführt, getrennt nach Ferien-und Stadthotellerie.

  • Wer sind die Keyplayer in Österreichs Hotellerie?
  • Welche von ihnen sind die erfolgreichsten?
  • Worin unterscheiden sich die Kennzahlen von Stadt- und Ferienhotellerie?
  • Und anhand welcher Benchmarkzahlen können Hoteliers feststellen, wo der eigene Betrieb im Vergleich zu anderen steht?

T.A.I. Analytics powered by Prodinger liefert außerdem einen Überblick der Entwicklungen von Stadt- und Ferienhotellerie, angefangen von 2017 bis hin zu einer ersten Analyse des Sommers 2019.

Ergänzend dazu gibt es eine detaillierte Auflistung über die führenden Hotelunternehmen, von „A“ wie Albrecht Hotels bis „Z“ wie den Hotel Zoo der Austria Trend Hotels, alles zusammen knapp 600 Standorte, mit Informationen über Zimmeranzahl, Umsatz, Wellness- und Seminarflächen, Eigentümer, Vorstände und Geschäftsführer etc.

Die Dokumentation wie T.A.I. Analytics powered by Prodinger ist ein Muss für alle, die sich intensiv mit Österreichs Tourismus beschäftigen und ab sofort erhältlich unter [analytics@tai.at] (mailto:analytics@tai.at) oder [tourismusberatung@prodinger.at] (mailto:tourismusberatung@prodinger.at)

T.A.I. Analytics powered by Prodinger

  • Daten der 600 größten Hotelunternehmen Österreichs
  • Kennzahlen-Analyse von 100 Jahresabschlüssen (über 250 Hotels mit zusammen mehr als 1,5 Mrd. Euro Umsatz)
  • Ranking der erfolgreichsten Unternehmen
  • Benchmark-Analysen
  • 152 Seiten

Preis:

  • 460,- € inkl. 10% MWSt. (Hardcopy, Postversand)
  • 380,- € inkl. 10% MWSt. für T.A.I.-Abonnenten sowie Kunden der Prodinger Tourismusberatung

Christopher Norden
Chefredakteur T.A.I.
Tel.: +43 1 588 81 61
norden@tai.at
www.tai.at

Thomas Reisenzahn
Geschäftsführung Prodinger Tourismusberatung
Tel.: +43 1 890 730 9
t.reisenzahn@prodinger.at
www.prodinger-tourismusberatung.at

Artikel aufrufen
Freitag, 21. Juni 2019

Der „Hotel Brand Monitor“ von Prodinger Tourismusberatung macht den Wert sichtbar

Wien (OTS) - Was der Gast mit der Hotelmarke verbindet, wird zum Erfolgsfaktor. Wo der Spagat zwischen Erlebnis und Hotelmarke gelingt, bleibt der Gast treu und ist kaum noch abzubringen. Erfolgreiche Hotelmarken stehen nicht nur für ein touristisches Produkt. Sie stehen für ein Lebensgefühl, bilden auch die Welt des Gastes ab, transportieren Werte, verkörpern Emotionen und Sehnsüchte und suggerieren Sicherheit und Vertrauen. Die Prodinger Beratungsgruppe misst seit einigen Jahren den monetären Wert dieser Hotelmarken mit Hilfe des „Hotel Brand Monitor".

Die Prodinger Tourismusberatung hat in den letzten Jahren auf diese Weise mehr als 50 Hotelmarken monetär bewertet. Bekannte und erfolgreiche Hotels wie das Biohotel Stanglwirt in Going, das Auracher Löchl in Kufstein, European Ayurveda Resort Sonnhof in Thiersee, das Boutique Hotel Altstadt in Wien, das Romantik Hotel im Weissen Rössl in St. Wolfgang und der Starwinzer Leo Hillinger - sie alle haben sich den Wert ihrer Marke durch die Prodinger Gruppe bestimmen lassen.

Der Monitor hilft den Unternehmern nicht nur bei der Bestimmung des Markenwertes, sondern unterstützt sie auch ganz konkret bei Bankgesprächen, Übergaben und Bewertungen. "Die Hotelmarke ist ein meist noch verstecktes Kapital. Ihr Wert besteht aus einer hohen Markenbekanntheit sowie aus der Zufriedenheit und dem Vertrauen in die Leistung des Unternehmens“ erklärt Julia Hopfner von der Prodinger Tourismusberatung.

„Mit unserem Markenbewertungsverfahren verbinden wir den Finanzwert mit der Gästeakzeptanz und der öffentlichen Präsenz. Die wirtschaftliche Bedeutung einer Marke basiert auf einer Vielzahl von Indikatoren, die einzeln oder in Relation betrachtet wiederum eine Bewertung ergeben. In den meisten touristischen Märkten herrscht ein harter Wettbewerbsdruck. Wer am Markt punkten will, muss bei seinen Gästen ankommen und auffallen. Die Marke beeinflusst den wirtschaftlichen Erfolg und das Nachfrageverhalten", fasst Hopfner zusammen.

Das Verfahren des Hotel Brand Monitors entspricht internationalen Bewertungsstandards. Die Prodinger Bewertung des immateriellen Vermögensgegenstandes „Marke“ wird von verschiedensten öffentlichen Stellen als einzige standardisierte Markenbewertung anerkannt.

Prodinger Tourismusberatung
Julia Hopfner
Tel.: +43 1 890 730 9
j.hopfner@prodinger.at
www.prodinger-tourismusberatung.at

Artikel aufrufen
Freitag, 14. Juni 2019

Der „Hotel Brand Monitor“ von Prodinger Tourismusberatung macht ihren Wert sichtbar

Wien (OTS) - Was der Gast mit der Hotelmarke verbindet, wird zum Erfolgsfaktor. Wo der Spagat zwischen Erlebnis und Hotelmarke gelingt, bleibt der Gast treu und ist kaum noch abzubringen. Erfolgreiche Hotelmarken stehen nicht nur für ein touristisches Produkt. Sie stehen für ein Lebensgefühl, bilden auch die Welt des Gastes ab, transportieren Werte, verkörpern Emotionen und Sehnsüchte und suggerieren Sicherheit und Vertrauen. Die Prodinger Beratungsgruppe misst seit einigen Jahren den monetären Wert dieser Hotelmarken mit Hilfe des „Hotel Brand Monitor".

Die Prodinger Tourismusberatung hat in den letzten Jahren auf diese Weise mehr als 50 Hotelmarken monetär bewertet. Bekannte und erfolgreiche Hotels wie das Biohotel Stanglwirt in Going, das Auracher Löchl in Kufstein, European Ayurveda Resort Sonnhof in Thiersee, das Boutique Hotel Altstadt in Wien, das Romantik Hotel im Weissen Rössl in St. Wolfgang und der Starwinzer Leo Hillinger -sie alle haben sich den Wert ihrer Marke durch die Prodinger Gruppe bestimmen lassen.

Der Monitor hilft den Unternehmern nicht nur bei der Bestimmung des Markenwertes, sondern unterstützt sie auch ganz konkret bei Bankgesprächen, Übergaben und Bewertungen. "Die Hotelmarke ist ein meist noch verstecktes Kapital. Ihr Wert besteht aus einer hohen Markenbekanntheit sowie aus der Zufriedenheit und dem Vertrauen in die Leistung des Unternehmens“ erklärt Julia Hopfner von der Prodinger Tourismusberatung.

„Mit unserem Markenbewertungsverfahren verbinden wir den Finanzwert mit der Gästeakzeptanz und der öffentlichen Präsenz. Die wirtschaftliche Bedeutung einer Marke basiert auf einer Vielzahl von Indikatoren, die einzeln oder in Relation betrachtet wiederum eine Bewertung ergeben. In den meisten touristischen Märkten herrscht ein harter Wettbewerbsdruck. Wer am Markt punkten will, muss bei seinen Gästen ankommen und auffallen. Die Marke beeinflusst den wirtschaftlichen Erfolg und das Nachfrageverhalten", fasst Hopfner zusammen.

Das Verfahren des Hotel Brand Monitors entspricht internationalen Bewertungsstandards. Die Prodinger Bewertung des immateriellen Vermögensgegenstandes „Marke“ wird von verschiedensten öffentlichen Stellen als einzige standardisierte Markenbewertung anerkannt.

Prodinger Tourismusberatung
Julia Hopfner
Tel.: +43 1 890 730 9
j.hopfner@prodinger.at
www.prodinger-tourismusberatung.at

Artikel aufrufen
Freitag, 07. Juni 2019

Es ist vollbracht!

Wien (OTS) - Nervös rutschen sie am Sessel hin und her. „Wird mein Name aufgerufen? Ob ich die Diplomprüfung wohl geschafft habe?“, fragen sich die Absolventen des 4. Lehrgangs der Direktoren-Geschäftsführer-Akademie. Aber dann die Erleichterung: „Alle haben die Diplomprüfung bestanden, sogar 2 mit Auszeichnung“, verkündet der Prüfungsvorsitzende FH-Prof. Mag. Hubert Siller. Der Champagner wartet schon eisgekühlt und die „Diplom-Hüte“ werden geworfen.

Maximale Umsetzungs-Garantie schafft Lern-Transfer

„Die 14 Monate Akademie-Zeit mit intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema der eigenen Diplomarbeit waren schwierig“, sind sich die Teilnehmer einig. „Im Zuge der Akademie mussten wir eine umfangreiche Projektarbeit professionell im Betrieb umsetzen und dann in der Diplomarbeit unter wissenschaftlichen Aspekten analysieren.“

„Mit qualifizierten Hotelmanagern steht und fällt der Erfolg eines Hotels. Die DiA ist ein wesentlicher Baustein für die Karriere- und Persönlichkeits-Entwicklung“, ergänzen Akademie-Leiterinnen Prof. Elfriede Krempl und Mag. (FH) Tina Brandstetter.

Ein perfektes Wissens-Update

Zwei Teilnehmer haben die „Light-Version“ abgeschlossen und heben hervor: „Für uns waren jede Menge Wissens-Update, hochwertiger Erfahrungsaustausch und persönliche Weiterentwicklung mit dabei – aber mit weniger Zeitaufwand als in der Vollversion.“

Über die Direktoren-Geschäftsführer-Akademie (DiA)

Die DiA bietet eine zusammenhängende, in sich geschlossene Ausbildung. Alle relevanten Themen von Management und Führung sind abgedeckt. Sie ist für erfahrene Hoteldirektoren und Geschäftsführer konzipiert. In 15 Präsenztagen – aufgeteilt in 6 Module – und mit ausgeklügelten E-Learning-Tools erlernen die Teilnehmer Management-Methoden nach den neuesten Ergebnissen der Hospitality-Forschung. Seit dem 4. Lehrgang wird die DiA in Partnerschaft mit der Prodinger Beratungsgruppe durchgeführt. Der nächste Lehrgang – DiA VI - startet im Sommer 2020. Anmeldungen sind in der Voll- oder Light-Version möglich. Details zur DiA unter [direktoren-akademie.at] (https://www.generatio.at/hotel-direktoren-akademie/)

Prof. Elfriede Krempl
Generatio Hotel Management Consulting
Telefon: +43 664 53 459 53
e.krempl@generatio.at | www.generatio.at

Thomas Reisenzahn
Prodinger Tourismusberatung
Telefon: +43 6542 736 61–1644
t.reisenzahn@prodinger.at | www.prodinger.at

Artikel aufrufen
Dienstag, 04. Juni 2019

Bestpreisklausel vor Wieder-Einführung? Ein Schlag ins Gesicht der Hotellerie

Wien (OTS) - Laut einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf seien die „engen Ratenparitätsklauseln“ von Booking.com erforderlich und verhältnismäßig. Nicht nur der deutsche Hotelverband ist von der Entscheidung enttäuscht, wie Otto Lindner von der IHA das Urteil kommentiert. Auch hierzulande beobachtet man die Entwicklung mit Sorge.

„In Österreich ist die Bestpreisklausel seit 1. Jänner 2017 untersagt und die Preishoheit zumindest theoretisch wieder in der Hand der heimischen Hoteliers“, stellt Marco Riederer von der Prodinger Tourismusberatung fest und ergänzt: „Die aktuellen Diskussionen rund um Booking.Basic und Sponsored Discounts belegen eindrucksvoll, dass sich Booking.com von der Bestpreisgarantie ohnehin nie verabschiedet hat. Ob mit oder ohne Klausel spielt dabei keine Rolle!“

Online Travel Agencies (OTAs) wie Booking.com, Expedia und HRS spielen im Vertriebsmix eine wichtige Rolle. Umso wichtiger ist es, sich nicht von einzelnen Partnern abhängig zu machen, sondern vermehrt auch die günstigeren und direkten Buchungskanäle im Fokus zu haben. Nicht nur die Preispolitik, sondern auch die Auswahl und Betreuung der richtigen Vertriebskanäle sind essentiell für erfolgreiches Revenue Management. Die Prodinger Tourismusberatung hat [10 Punkte für mehr Direktbuchungen und bessere Preise] (https://www.ots.at/redirect/tourismusberatungprodinger1) ausgearbeitet, die in unterschiedlichen Gewichtungen für jeden Hotelbetrieb wichtig sind.

Prodinger Tourismusberatung
Marco Riederer
+43 1 890 730 9
m.riederer@prodinger.at
www.prodinger-tourismusberatung.at

Artikel aufrufen
Dienstag, 07. Mai 2019

Tourismus: Digitalisierung auf dem Prüfstand

Wien (OTS) - Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern das Urlaubsverhalten massiv. Neben der Berücksichtigung gesellschaftlicher Metatrends rund um Individualisierung und Selbstoptimierung müssen Hoteliers deshalb auch Instrumente zur Optimierung der digitalen Gäste-Erfahrung im Hotel, der „Digital Guest Experience“, entwickeln.

Dies war eines der aktuellen Themen, die beim jüngsten eCommerce Info-Treffen der Prodinger Tourismusberatung zur Sprache kamen. Bei der „Frühstücksrunde“ im Schick Hotel Stephanie wurden die neuesten Digitalisierungstrends vorgestellt. Es wurde lebhaft über Chancen, Potenziale und Herausforderungen bei der Implementierung der neuen Prozesse diskutiert. Die Grundfrage lautete: auf welches Pferd sollten heimische Hoteliers tatsächlich setzen, um im Kampf um den Gast der Zukunft die Nase vorn zu haben?

Worum geht es eigentlich?

Die Digitalisierung, ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, geht im Tourismus weit über Buchungsportale, Online-Marketing und Sharing Economy hinaus. Die Prodinger Tourismusberatung hat die wichtigsten neuen Themenfelder zusammengefasst, wobei sie hier im konkreten Fall gerne auch gezielte Prozessunterstützung anbieten kann:

  • Smartphone First: Weltweit haben die mobilen Buchungen schon beinahe das Niveau der Desktop-Buchungen erreicht. Responsive Websites sind daher schon lange ein MUSS und auch Mobile Payment gewinnt zunehmend an Bedeutung.
  • Self-Check-In und Self-Check-Out: Einchecken via Smartphone reduziert die Wartezeiten und spart Kosten. Müssen sich Gäste allerdings für jedes Hotel eine eigene App herunterladen, dann wird das kaum genutzt werden.
  • Digitale Gästemappen und Concierge-Tablets werden zunehmend zum Ersatz für klassische, auf Papier gedruckte Gästemappen. Neu sind nun auch digitale Concierge-Systeme für die Rezeption. Über eine Plattform werden Hotels mit lokalen und regionalen Attraktionen (Museen, Zoo, Oper etc.) und Leistungserbringern (Taxis, Restaurants, etc.) verknüpft. Hotels können somit alle Services & Aktivitäten in einer All-in-one Plattform anbieten.
  • Automatisierte Anfragebeantwortung: Ein E-Mail-Reservierungsassistent liest ankommende Mails und sendet automatisch ein Angebot an die Gäste, bevor die Reservierungsmitarbeiter die Anfrage überhaupt gesehen haben.
  • Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) nimmt zu und die Systeme lernen, sich den Bedürfnissen Ihrer User anzupassen. Allerdings müssen in Zukunft durch den Einsatz von KI nicht nur Sehnsüchte geweckt, sondern vielmehr auch die individuellen Beziehungen und Handlungen des Gastes zum jeweiligen Hotel berücksichtigt und sinnvoll eingesetzt werden. Chatbots sind hier eine sinnvolle Angebotserweiterung (mit KI ausgestattet, lernen sie mit jeder Interaktion dazu) und bringen auch einen gewissen Unterhaltungsfaktor ins Spiel.

„Vor allem die Gästezufriedenheit kann durch Chatbots gesteigert werden, da der Gast das System zu jeder Zeit nutzen kann und seine Fragen beantwortet bekommt“, so Marco Riederer von der Prodinger Tourismusberatung.

  • Digitalisierung im Hotelzimmer: Die Lieblings-Snacks der Gäste sind im wohltemperierten Zimmer bereits vorbereitet; Licht, Musik und Temperatur sind individuell voreingestellt bzw. können einfach via App nachjustiert werden.
  • Nutzer von Alexa und Siri sind es bereits gewohnt, mit einem virtuellen Gesprächspartner zu interagieren. Durch Sprachassistenten können Informationen zu Hoteldienstleistungen und Öffnungszeiten von Ausflugszielen erfragt werden. Auch die Steuerung von Licht, Musik und Raumtemperatur sowie die Bestellung und Reservierung von Room-Service wird erleichtert.

Digitale Chancen und Stolpersteine

Digitalisierung kann je nach Zielgruppenansprache zu einem wichtigen Faktor in der Stammgästebindung werden. Gäste erwarten sich reibungslose und möglichst personalisierte Erlebnisse. Diese beginnen bei der perfekten Angebotsgestaltung mithilfe von Revenue Management und enden bei der personalisierten Post-Departure-Ansprache. Dazwischen befinden sich unzählige digitale Touchpoints, die im Online-Marketing genutzt werden müssen, um die Gäste zur Buchung zu animieren.

Eine wichtige Rolle in jeder Digitalisierungs-Strategie spielt die bestehende Infrastruktur. Manche Hotels betreiben mehrere Systeme, wie Schließsystem, Online-Buchungstools und Kassensystem. „Es ist sehr leicht, die Betriebe zu kritisieren, dass sie diese Dienste nicht vernetzen“ stellt Riederer fest. „Allerdings sind oft gar keine Schnittstellen zwischen den bestehenden Systemen möglich bzw. können diese nur mit einem hohen finanziellen Aufwand realisiert werden.“ Hier sieht Riederer vor allem die schon lange etablierten Hotelsoftware-Anbieter in der Pflicht. „Der Hotelier muss die Möglichkeit haben, alle Daten in allen angebundenen Systemen nutzen zu können. Dazu müssen sich die Hotelsoftware-Anbieter endlich flächendeckend gegenüber Drittanbietern öffnen!“.

Mitarbeitereffizienz durch Digitalisierung

Dass Digitalisierung auch Arbeitsprozesse vereinfachen und optimieren kann und sich somit positiv auf Arbeitsbewältigung und letztendlich Personalkosten auswirkt, wird oftmals vergessen. Für Hotels wird es immer wichtiger, sich auf technikaffine Zielgruppen einzustellen. Es müssen aber auch die richtigen Systeme und Services genutzt werden, um die Arbeitsabläufe (im Front-Office ebenso wie im Housekeeping und im Restaurant) optimal zu gestalten und die Mitarbeiter zu entlasten.

Gegentrend zur Digitalisierung

Die Digitalisierung und die ständigen Diskussionen rund um Künstliche Intelligenz (KI) führen bei vielen Leuten zu Reizüberflutung und Stress. Diese Entwicklung hat schon einen Punkt erreicht, an dem entgegengesetzte Tendenzen spürbar werden. Der vorübergehende Verzicht auf permanente Verfügbar- und Erreichbarkeit (33 % der Deutschen wollen künftig bewusst öfter offline sein) wird zu einem neuen Wunsch, die „Entschleunigung“ damit zur attraktiven Angebotsidee.

Prodinger Tourismusberatung
Marco Riederer, Leiter Revenue Management & e-Commerce
01/890 730 9
m.riederer@prodinger.at

Artikel aufrufen
Donnerstag, 29. November 2018

Wie werden Gäste in alpinen Hotels wohnen?

Wien (OTS) - Der neue Prodinger Report „Die Zukunft der Ferienhotellerie in den Alpen“ analysiert den Status quo und zeigt, welche Schritte für einen langfristigen Erfolg entscheidend sind.

Prodinger hat den schillernden Bereich „alpiner Lifestyle“ unter die Lupe genommen. Der Report eröffnet einen reflektierten Einblick in das Mindset von alpinen Gastgebern, die auf ihre Art und Weise den alpinen Lifestyle definiert haben. Gemeinsam mit Architekten, Fashion-Vordenkern und kreativen Hoteliers wurde untersucht, was den alpinen Lebensstil eigentlich ausmacht und welche Erwartungen der Gast von morgen hat. Unter Berücksichtigung jüngster Trends gibt der Report den Hoteliers konkrete Empfehlungen zur Umsetzung authentischer Lifestyle-Projekte im alpinen Raum.

Der Begriff „alpiner Lifestyle“ hat in den letzten Jahren eine rasante Erweiterung erfahren: Alpin inspirierte Zimmer, Apartments und Wellness-Einrichtungen drängten innerhalb kürzester Zeit auf den Markt. Mit Küche, Architektur, ihrem Logo oder einem passenden Slogan versuchen Hoteliers heute, ihren Gästen ein alpines Gefühl zu vermitteln. Die Folge davon ist, dass es vielen Hotels an Individualität und einer klaren Linie fehlt. Die meisten Konzepte sind schlichtweg austauschbar.

Der Wunsch nach einem Kontrastprogramm

Aus touristischer Sicht hat der gesamte Alpenraum einen sehr hohen Stellenwert: Rund 500 Millionen Nächtigungen werden jährlich gezählt – Tendenz steigend. Die Tatsache, dass immer mehr Menschen in Städten leben, spielt der Ferienhotellerie gut in die Karten. Der Wunsch nach einem Kontrastprogramm, wie Bewegung in der frischen Bergwelt oder die Wiederentdeckung des Regionalen, nimmt deutlich zu. Das führt zu einem gänzlich neuen Selbstverständnis von alpinem Urlaub, Nachhaltigkeit und Postmaterialismus.

Begriffsdefinition

Alte Werte und Traditionen erleben seit geraumer Zeit eine kräftige Renaissance. Bei der Definition von „alpinem Lifestyle“ war dieser Trend klar spürbar. So sind es laut Expertenteam Grundwerte wie Bodenständigkeit, Tradition und Ehrlichkeit, welche den Kern des alpinen Lebensstils ausmachen. Zudem wird alpiner Lifestyle immer auch mit Outdoor-Aktivitäten, mit der Natur, den Bergen und einer bodenständigen Architektur verbunden. All diese Werte und Faktoren sind es, die dem alpinen Lifestyle Substanz verleihen.

Einig waren sich die Experten auch darüber, dass in erster Linie die Menschen, die in den Alpen leben, den alpinen Lebensstil definieren. „Nur wer im alpinen Raum lebt, kann ein Verständnis für diese Lebenseinstellung aufbauen“, sagt Thomas Reisenzahn von der Prodinger Gruppe.

Alpiner Lifestyle reloaded

Müssen alte Zöpfe in der Hotellerie abgeschnitten werden und sind die Zeiten von rustikaler Eiche, Hirschgeweihen, gehäkelten Tischdecken und Zirbenstuben-Herrlichkeiten vorbei? „Der Gast wünscht sich eine neue Definition der alpinen Tradition, weg von Kulisse und vorgetäuschter Authentizität. Sinn und Zweck soll nicht die Darstellung überholter Werte sein, sondern eine konsequente und eine dem modernen Zeitgeist entsprechende Umsetzung“, schildert Thomas Reisenzahn.

In den Alpen wird heute bereits vielerorts ein zeitgenössischer Alpenstil gepflegt, der offen und hochwertig traditionelles mit modernem Design verbindet. Die besondere Herausforderung liegt darin, die eigene Identität nicht auf dem Altar der Modernität zu opfern.

Untersucht werden im Prodinger-Report neben den Anforderungen der Gäste von morgen auch aktuelle Trends, wie die vermehrte Nachfrage nach Long-Stay Apartments, das Vordringen von Mixed Use-Konzepten sowie die sich öffnende Online-Offline Divergenz. Unter Berücksichtigung all dieser Parameter eröffnen sich für die Ferienhotellerie gute Chancen, mit authentischem „alpinen Lifestyle“ neue und zufriedene Gäste zu gewinnen. Es gilt, adäquate Produktangebote zu schaffen.

Lassen Sie sich ein auf eine neudefinierte Sicht kontroverser Gesprächspartner wie Michi Klemera (Geschäftsführer Luis Trenker), Kasper Frauenschuh (Eigentümer Frauenschuh Modegeschäft) und Julian Scharfetter (Junior Chef Weitmoser Schlossalm), die verdeutlichen, wie neuer alpiner Lifestyle seine Entsprechung finden kann.

Die Leseprobe ist unter folgendem [Link] (http://bit.ly/2DIzy9G ) ab sofort zum Download verfügbar.

Alpiner Lifestyle: Die Zukunft der Ferienhotellerie in den Alpen -Herausgeber: Prodinger Beratungsgruppe - November 2018 - 92 Seiten -gedruckter Report € 36 zzgl. MwSt. unter tourismusberatung@prodinger.at

PRODINGER BERATUNGSGRUPPE
Thomas Reisenzahn
t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Freitag, 16. November 2018

Saint Elmo’s Tourismusmarketing gewinnt internationalen Marktauftritt: „SLDN. A STATE OF MIND“

Wien (OTS) - Sölden ist das Ballungszentrum touristischer Vielfalt in den Alpen. Zukünftig wird sich die Region nicht nur als Urlaubsdestination, sondern auch als internationaler, weltoffener Schmelztiegel präsentieren. Mit dem Slogan „SLDN. A State of Mind“ hat Saint Elmo’s gemeinsam mit Saint Elmo’s Tourismusmarketing einen neuen Markenauftritt entwickelt.

Das Konzept zielt darauf ab, mit einem neuen Illustrationsstil die Highlights der jeweiligen Saison zu thematisieren. Events wie der Skiweltcup, das Electric Mountain Festival oder auch die Plattformen Big 3 werden dabei gekonnt in Szene gesetzt.

Der Look der Kommunikation differenziert sich deutlich von anderen Destinationen. „Mit der SLDN Kampagne wollen wir neue Wege gehen, uns von allen anderen Wintersportorten abheben und ein echtes Statement setzen. Schöne Landschafts- und Skifahrbilder gibt es genug“, so Carmen Fender, Leitung Marketing, Ötztal Tourismus.

Angepasst an die Zielgruppe ermöglicht das Konzept einerseits verschiedene Themengebiete unter einem Gestaltungsdach zu vereinen. Zudem repräsentiert der Look Internationalität und Weltoffenheit. Bunt und mit viel Freude – so wie Sölden eben ist.

Die Kampagne startet zur neuen Wintersaison europaweit in neun Märkten in den Medien Digital Out of Home, Online, in Special Interest Titeln, sowie auf mobilen Sonderwerbeformen. Unter folgendem [Link] (http://bit.ly/2zTvgIT) geht es zur Kampagne.

Die Prodinger Team Tourismusmarketing ist integriert in der Serviceplan Gruppe / Saint Elmo’s Travel mit 26 Standorten weltweit.

Saint Elmo’s Tourismusmarketing

Verena Feyock, Managing Partner
Kaulbachstraße 4, 80539 München
T: +49 89 46 23 72 44
v.feyock@tourismusmarketing.com
www.saint-elmos.travel

Artikel aufrufen
Mittwoch, 08. August 2018

Die aktuelle Gebäudeabschreibung ist innovationshemmend

Wien (OTS) - Eine Abschreibungsdauer von 40 Jahren für Investitionen in Gebäude, wie seit 2016 gesetzlich vorgesehen, geht an der Realität vorbei. Die reiseerfahrenen Gäste und der internationale Wettbewerb lassen diese langen Zeiträume zwischen Erneuerung und Produktanpassung nicht zu. Insbesondere können die häufigen kurzlebigen Komfort- und Designanpassungen, die in der heutigen Reisewelt nötig sind, nicht regelmäßig durchgeführt werden. Der durchschnittliche Investitionszyklus von Hotels ist von 10 bis 15 Jahren in den 80-er und 90-er Jahren in den letzten 10 Jahren drastisch auf 5 bis 7 Jahre gesunken.

Um erfolgreich zu sein ist es notwendig, auf Gästewünsche zu reagieren und laufend neue Produkte zu entwickeln. Verständlicherweise steigt der Unmut in der Tourismusbranche, weil das wesentliche Asset der Hotellerie, die Immobilie, benachteiligt wird. „Innovationen zu realisieren ist wie Rudern gegen den Strom. Wer aufhört zu rudern wird zurückgetrieben“, sagt Stefan Rohrmoser von der Prodinger Steuerberatung.

Steigender Unmut in der Tourismusbranche auch bezüglich Mitarbeiterunterkünfte

Eine Problematik, welche die Mitarbeiter-Rekrutierung zusätzlich erschwert, ist der Umstand, dass bei Mitarbeiterunterkünften die Gebäudeabschreibung sogar auf 66,7 Jahre(!)erhöht wurde. Die Finanzierung von Mitarbeiterhäusern für betriebseigene Arbeitnehmer wird dadurch fast unmöglich, da kein Finanzpartner bereit ist, eine Finanzierung über einen so langen Zeitraum zu gewähren.

PRODINGER STEUERBERATUNG
Stefan Rohrmoser
s.rohrmoser@prodinger.at

PRODINGER TOURISMUSBERATUNG
Thomas Reisenzahn
Tel.: +43 1 8907309, t.reisenzahn@prodinger.at

Artikel aufrufen
Dienstag, 17. Juli 2018

Pauschalreisegesetz, Hotelbewertung, e-Tourismus & Co.

Fachbuch „Das Hotel und seine Gäste“ in zweiter Auflage erschienen

In die Beziehung zwischen dem Hotelier und seinem Gast hat der Gesetzgeber in letzter Zeit auf mehreren Ebenen massiv eingegriffen. Gewohnte Denkschablonen sind plötzlich überholt und müssen neuen Überlegungen und Einschätzungen weichen. Dies stellt beide Seiten vor eine ungewohnte Situation. Jüngstes Beispiel ist die viel diskutierte, auf EU-Vorgaben beruhende Pauschalreiserichtlinie, die mit 1. Juli des Jahres in Kraft getreten ist.

Mit dem neuen Pauschalreiserecht gibt es einen besseren Schutz für Buchungen von Pauschalreisen. Auch online gebuchte und individuell zusammengestellte Reisen werden durch die sogenannte verbundene Reiseleistung rechtlich bessergestellt. Ein Hotel oder eine Pension kann nach dem neuen Gesetz nun als Pauschalreiseanbieter eingestuft werden, wenn eine Pauschale bereits vor Antritt der Reise gebucht werden kann. Doch was bedeutet dies nun konkret für Hotelbetreiber und ihre Gäste? Und wie kann man gegen falsche oder negative Hotelbewertungen vorgehen?

„Gerade bei besonders komplexen Herausforderungen hilft es ungemein, wenn man sich rasch einen Überblick über die geänderten Voraussetzungen machen kann. Fast immer gibt es gute Lösungen. Und diese führen am sichersten zum Erfolg im Hotel“, erklärt Thomas Reisenzahn, Mitautor des Leitfadens „Das Hotel und seine Gäste“. In der soeben erschienenen zweiten Auflage ihres Fachbuchs geben Markus Kroner und Thomas Reisenzahn einen intensiven Einblick in die aktuellen Problemstellungen der rechtlichen Beziehung zwischen Gast und Hotelier. Die beiden Experten berücksichtigen dabei Themen wie die DSGVO, das Datenschutz-Deregulierungs-Gesetz 2018 und - nicht zuletzt - das neue Pauschalreisegesetz (PRG).

Das Fachbuch wurde auf Basis zahlreicher Praxisbeispiele aus der Hotellerie erstellt und behandelt im einzelnen folgende Themen:

  • Individualgast und Reisebüros
  • Storno
  • Buchungsplattformen und Hotelbewertung
  • e-Tourismus
  • Verbraucherschutzrechtliche Bestimmungen und europarechtliche Normen

Die Autoren:

Dr. Markus Kroner ist Rechtsanwalt in Salzburg mit dem beruflichen Schwerpunkt auf nationalem und internationalem Zivil- und Wirtschaftsrecht, insbesondere auch im Bereich des Tourismus- und Wohnrechts.

Thomas Reisenzahn, akadem. geprüfter Tourismuskaufmann, Betriebsökonom, durchlief in seiner Laufbahn alle Bereiche des Hotelgewerbes. Er war als Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) tätig und ist derzeit Geschäftsführer und Gesellschafter in der Prodinger Beratungsgruppe.

Prodinger Tourismusberatung
Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer
t.reisenzahn@prodinger.at

Dr. Markus Kroner, Rechtsanwalt
office@legalcounsel.at

Artikel aufrufen
Freitag, 29. Juni 2018

Die unendlich-österreichische Geschichte der europäischen Reiserichtlinie

Wien (OTS) - Mit dem neuen Pauschalreisegesetz haben Hotels, welche Pauschalreisen und/oder verbundene Reiseleistungen anbieten, einiges zu beachten. Die von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) angekündigte Tourismusversicherung soll die Hotellerie unterstützen, bezieht sich dabei aber auf eine Verordnung, deren Neufassung sich noch in Begutachtung befindet.

Für Verträge, die ab 1.7.2018 geschlossen werden, gilt das neue Pauschalreisegesetz (PRG), das der Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie dient. Das ist für Hotels vor allem dann relevant, wenn sie Pakete schnüren und somit Beherbergungsleistungen mit anderen Reiseleistungen, wie z.B. Skipässen oder Golfkursen kombinieren. Dabei können auch durch den Gast im Zuge eines Buchungsvorganges selbst zusammengestellte Pakete zu Pauschalreisen führen. Dies hat vor allem Auswirkungen auf Haftung, Informationspflicht und Insolvenzabsicherung.

Hotels, die Pauschalangebote schnüren, können sich künftig mittels Bankgarantie bzw. über eigene Versicherungslösungen gegen den Geschäftsausfall absichern und somit der in der Richtlinie verankerten Verpflichtung zur Insolvenzabsicherung gerecht werden.

"Wenn man sich die zeitliche Abfolge von EU-Richtlinie, Pauschalreisegesetz, Gewerbeordnung und der noch zu erlassenen Pauschalreiseverordnung ansieht, so mutet es schon etwas seltsam an, dass Österreich nicht im Stande war rechtzeitig die notwendigen Schritte zu setzen und dafür lieber die Gefahr von Staatshaftungen in Kauf nimmt“, zeigt sich Marco Riederer von der Prodinger Tourismusberatung verwundert.

Auswirkungen und Konsequenzen

Reisebüros kennen das Leben eines Reiseveranstalters schon lange: Neben den Haftungsauflagen gilt es unter anderem auch die Eintragung ins Reiseveranstalterverzeichnis laut Reisebürosicherungsverordnung (RSV) samt jährliche Abschätzung des Pauschalreiseumsatzes des Folgejahres sowie die verpflichtende Insolvenzabsicherung zu erfüllen.

Zur Eintragung der Reiseleistungsausübungsberechtigung in das Reiseinsolvenzabsicherungsverzeichnis (GISA) haben Gewerbetreibende eine Meldung an den Bundesminister für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort zu erstatten.

Sollte sich ein Hotel für die von der ÖHT beworbene Versicherungslösung entscheiden, so entfällt die Abschätzung des künftigen Pauschalreiseumsatzes und es muss auch nur alle 2 Jahr melden, dass es sich Insolvenz versichert (Wenn eine unbeschränkte Versicherung vorliegt ist nur eine Anfangsmeldung vorzunehmen, jedoch keine Folgemeldung). Der Entfall des Eintrages ins GISA durch die automatisierte Meldung der Tourismusversicherung an den Bundesminister für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort erleichtert zudem die Operative.

„Auch wenn die finanziellen Belastungen, wie von der ÖHT betont, durchaus moderat sind, so ist in den meisten Fällen dennoch von einer 4-stelligen Summe die Rede. Als einer von derzeit rund 1.800 Betrieben, die Pauschalreisen anbieten, muss ich mir dessen (und der Haftungsfragen) bewusst sein und auch die Informationspflichten beachten, um künftig die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen“, fasst Riederer zusammen.

Kombinationen von verschiedenen Reiseleistungs-Arten wurden prinzipiell auch schon jetzt als Reiseveranstaltungsvertrag angesehen. Mit dem neuen PRG wird der Schutzbereich des Pauschalreiserechts jedoch weiter ausgedehnt und erfüllt damit die Erfordernisse der europäischen Reiserichtlinie.

"Wenn ich mir als Hotel das Risiko und den Mehraufwand ersparen will, so gibt es immer noch die Lösung vorab über Zusatzleistungen in Hotel und Destination zu informieren, diese aber nur vor Ort und somit nach Beginn der Erbringung der Reiseleistung buchbar zu machen“, führt Riederer weiter aus.

Wann kommt eine Pauschalreise zustande?

Für eine Pauschalreise müssen Reiseleistungen aus zwei der folgenden vier Kategorien kombiniert werden:

1. Beförderung einer Person 2. Unterbringung einer Person 3. Autovermietung oder Vermietung anderer Kraftfahrzeuge 4. Sonstige Reiseleistung, die nicht wesensmäßiger Bestandteil einer der anderen Reiseleistungen ist. Dazu gehören unter anderem Eintrittskarten für Konzerte, Führungen, Skipässe, Vermietung von Sportausrüstungen, Wellnessbehandlungen, …

Während es bei der Kombination der Unterbringung mit Beförderung und Autovermietung immer zu einer Pauschalreise kommt, wurde bei den sonstigen Reiseleistungen das Erfordernis vorgesehen, dass diese zumindest einen Wert von 25 % am Gesamtwert der Kombination der Reiseleistungen ausmachen, als wesentliches Merkmal der Kombination beworben werden oder auch sonst ein wesentliches Merkmal der Kombination sind.

Von einer verbundenen Reiseleistung spricht man, wenn die Kombination von Reiseleistungen in zwei separaten Verträgen (z.B. Beherbergungsvertrag mit Hotel und eigener Vertrag betreffend Skiausrüstung mit Skischule) bei einem einzigen Kontakt mit einer Vertriebsstelle oder bei einer Onlinebuchung der Erwerb mindestens einer weiteren Reiseleistung eines Drittanbieters (z.B. Skischule) in gezielter Weise vermittelt wird.

Für verbundene Reiseleistungen gelten ebenso die vorab dargestellten Erfordernisse für sonstige Reiseleistungen.

Die Prodinger Beratungsgruppe hat gemeinsam mit Rechtsanwalt Dr. Markus Kroner bereits eine Vielzahl an Hotelbetrieben und Verbänden im richtigen Umgang mit den gesetzlichen Vorgaben geschult.

Chronik

  • 25. November 2015, EU-Beschluss zur neuen Pauschalreiserichtlinie
  • 24. April 2017, Kundmachung des neuen Pauschalreisegesetzes (PRG)
  • 18. Juli 2017, Gewerbeordnungs-Novelle und Ausweitung der Nebenrechte
  • 15. November 2017, Ankündigung einer Insolvenzversicherungs-Lösung ab 1.1.2018 (ÖHT)
  • 30. April 2018, Ministerialentwurf zur Änderung der Gewerbeordnung zur Klarstellung, dass die Ausübung der in § 111 Abs. 4 Z 3 GewO 1994 genannten Nebenrechte keine Gewerbeberechtigung für das Gewerbe der Reisebüros bedarf
  • 24. Mai 2018, Vorstellung und Bewerbung der Tourismusversicherung als Lösung und Chance für die heimische Hotellerie
  • 13. Juni 2018, Beschluss zur neuen Pauschalreiseverordnung (PRV) in 3. Lesung im NR
  • 20. Juni 2018, Einleitung des Begutachtungsverfahrens für die neue Pauschalreiseverordnung (PRV)
  • 1. Juli 2018, Inkrafttreten des österreichischen Pauschalreisegesetzes (PRG)
  • 6. Juli 2018, Ende der Begutachtungsfrist für die Pauschalreiseverordnung (PRV)
  • ?. ??? 2018, Inkrafttreten der Pauschalreiseverordnung (PRV) - Datum steht noch nicht fest
  • 1. Jänner 2019, Umfassende Evaluierung der EU-Richtlinie

Prodinger Tourismusberatung
Marco Riederer, MA
m.riederer@prodinger.at

Dr. Markus Kroner, Rechtsanwalt
office@legalcounsel.at

Artikel aufrufen

PRESSESPIEGEL

Tiroler Tageszeitung Kompakt vom 21.10.2020

Hoteliers warten auf Ansprüche

Tiroler Tageszeitung vom 21.10.2020

Hoteliers warten auf gesetzliches Entgelt nach Schließung

Hotel & Design vom 19.10.2020

Der erwartbare Siegeszug der „Serviced Apartments“

Die Presse vom 14.10.2020

In Coronazeiten geht es auch ohne eine neue Tausend-Mark-Sperre

TAI Tourist. Austria. International vom 09.10.2020

Kommen wir so durch den Winter?

Vinaria Newsletter vom 06.10.2020

HOTELBRANCHE: WINTERSAISON BRINGT RIESEN-UMSATZEINBRÜCHE

Salzburger Wirtschaft vom 05.10.2020

Licht und Schatten in Coronazeiten

Hotel & Touristik vom 05.10.2020

Vorschläge zur Absicherung von Tourismusbetrieben

Kronen Zeitung Wirtschaft vom 05.10.2020

Kalte Dusche für die Hotel-Bilanzen

Hogapage Today Newsletter vom 02.10.2020

Der Winter könnte kritisch werden

Diese Webseite verwendet Cookies.
Damit Sie unsere Website optimal nutzen können, speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.